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Borna Heimatmuseum Kitzscher zeigt Landschaften in Öl
Region Borna Heimatmuseum Kitzscher zeigt Landschaften in Öl
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11:28 25.10.2009
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Kitzscher

In Kitzscher trat am Sonntag ein solcher Fall ein. Pünktlich 14 Uhr eröffnete Heimatvereins-Leiterin Angela Keller die Ausstellung mit Ölbildern von Hartmut Stahn aus Markkleeberg – ohne diesen. „Herr Stahn ist ein wenig schüchtern, und deshalb hielt er hinsichtlich seiner Medienpräsenz seine Erwähnung im Rahmen eines Artikels in der LVZ für ausreichend“, begründete Keller die Abwesenheit.

Der Künstler ließ sozusagen im wahrsten Sinne des Wortes seine Bilder für sich sprechen. Und tat zumindest nicht schlecht daran. Denn die in der Nass-in-Nass-Technik zu Leinwand gebrachten Öl-Landschaften erschlossen sich dem Betrachter unmittelbar. „Auf dieser Winterlandschaft spürte ich so richtig die klirrende Kälte“, so Angela Keller, die ihren Schal dabei noch ein wenig enger um ihren Hals zog. Den konnte sie gut einen Meter weiter wieder getrost lösen, hatte der gelernte Betriebsschlosser doch auch in Öl verewigte Sahara- und andere afrikanische Landschaften dem Heimatmuseum leihweise überlassen. „Kunst ist ja manchmal etwas spröde“, sagte die Heimatvereins-Leiterin, „aber bei den Bildern von Herrn Stahn braucht man nicht lange zu rätseln, was uns der Künstler sagen will.“

Dieser ließ schriftlich mitteilen, dass er sich bereits als Kind für die Mal- und Zeichenkunst interessiert habe, sich heute des größeren künstlerischen Freiraumes wegen mehr der Landschafts- statt der Personen-Malerei widme und seit 2003 der Nass-in-Nass-Öltechnik fröne, die es ermögliche, ein Bild „in einem Ritt“ fertigzustellen. Dass der gebürtige Bornaer es sogar vorhatte, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen, ergänzte Mutter Margot. „Weil er seine Verpflichtung zu einem längeren NVA-Dienst zurückgezogen hat, verweigerte ihm die Schule jedoch das Abitur und damit ein mögliches Kunststudium“, erinnert sich die Kitzscheranerin, die die frühe künstlerische Begabung ihres Sohnes bestätigt, dessen Bilder ein ums andere Mal in der Schule und der Apotheke ausgestellt worden seien.

Spätestens seit dem vorjährigen Sommer dürfte auch viele Kitzscheraner Kenntnis vom Talent des Hobbymalers genommen haben, stellte der 40-Jährige seine Bilder doch mehrere Wochen lang im Rathaus der Stadt aus.

Bis Mitte November können die Arbeiten im Heimatmuseum besichtigt werden, in dem bereits die Vorbereitungen für die letzte Ausstellung dieses Jahres laufen. Ab dem 29. November können die Kitzscheraner und ihre Gäste im Heimatmuseum einen Ausflug ins „Winterwunderland“ machen, in dem Schnitzereien, Pyramiden, Weihnachtsmänner und Nussknacker auf das Fest der Feste einstimmen werden. Nach Besinnlichkeit indes steht derzeit Angela Keller und ihrem Team der Sinn noch nicht, läuft doch die Planung für das Museumsjahr 2010 bereits auf Hochtouren. „Alle Ausstellungen sind soweit bereits eingetaktet, aber wirklich sicher sind zum aktuellen Zeitpunkt lediglich eine Rückschau auf die Geschichte des Bornaer Kaspers sowie auf 50 Jahre Posaunenchor Kitzscher“, so die Heimatvereins-Leiterin.

Roger Dietze

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