Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Heimatverein Elstertrebnitz – lustige Truppe trifft sich zu Vorträgen und Ausflügen
Region Borna Heimatverein Elstertrebnitz – lustige Truppe trifft sich zu Vorträgen und Ausflügen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:36 11.03.2018
Der Heimatverein Elstertrebnitz ist eine lustige Truppe, die sich regelmäßig zu Vorträgen, Ausflügen und Feierlichkeiten trifft, rechts vorn die Vorsitzende Ursula Böhme. Quelle: Kathrin Haase
Elstertrebnitz

Rentner haben niemals Zeit, sagt ein Sprichwort. Doch beim Heimatverein in Elstertrebnitz ist das etwas anderes, dafür lassen die Mitglieder alles andere liegen und nehmen sich die Zeit. Fast 20 Senioren zwischen Mitte 60 und Anfang 80 finden jeden ersten Donnerstag im Monat zu Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen im Sportlerheim Elstertrebnitz zusammen. Manchmal auch noch öfter.

Vielfältige Angebote für die Teilnehmer

Dann hören sie sich Vorträge wie kürzlich den Reisebericht von Heinz-Joachim Günther oder von Schwester Eva über Neuigkeiten in der Pflege an, unternehmen eine Verkehrsteilnehmerschulung mit Fahrlehrer Volker Heinichen oder verfolgen eine Verkaufsschau über Kosmetik und andere Artikel.

Ein andermal basteln sie mit Ute Heinecke, feiern Weihnachten und Ostern oder unternehmen kleine Ausflüge in die nähere Umgebung. Für das Frühjahr sind etwa ein Besuch des Alpakagartens von Günther Bollbuck in Altengroitzsch und der Zuckerfabrik in Zeitz geplant.

„Wir waren auch schon am Markkleeberger und Störmthaler See oder sind mit dem Boot auf dem Karl-Heine-Kanal in Leipzig gefahren“, zählt die Vorsitzende Ursula Böhme auf, die von allen liebevoll „Uschi“ genannt wird. In den Tagebauen Profen und Peres waren die Elstertrebnitzer auch schon zu Besuch und sind darüber hinaus Stammgäste in der Parkgaststätte Falkenhain mit ihren unzähligen Veranstaltungen.

Für April steht eine Reise zum Oberhofer Bauernmarkt auf dem Programm. „Ich bemühe mich immer, ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen“, sagt die ehemalige Lehrerin für Mathe und Chemie an der Elstertrebnitzer (bis 1992) und Pegauer Oberschule (bis 2009).

Heimatverein 1991 aus der Taufe gehoben

Als sich kurz nach der Wende die Elstertrebnitzer Gewerkschaftsgruppe auflöste, sahen sich 22 Frauen und Männer ratlos an: „Was machen wir nun?“ Am 6. März 1991 fiel die Antwort darauf, und der Heimatverein wurde aus der Taufe gehoben. Schon einen Monat später hatte sich das Ereignis in allen sieben Ortsteilen herumgesprochen und die Zahl der Heimatverbundenen verdoppelte sich nahezu auf 41 Mitglieder.

Den Vorsitz übernahm Kurt Klaus bis Juni 1993. Danach wurde er von Helga Hampisch abgelöst, die auch zu den Gründungsmitgliedern gehörte.

Bis zu ihrem Tod 2013 leitete die gelernte Kindergärtnerin den Heimatverein Elstertrebnitz, dann wurde er aufgrund der geringen Mitgliederzahl aufgelöst und Ursula Böhme führte die Gruppe als lose Vereinigung weiter. „Davor hatte ich unheimlich Bammel“, gesteht die 69-Jährige, „wenn man so ein Erbe antritt, von jemanden, der für den Verein gelebt hat, ist das unheimlich schwer.“

Doch die gebürtige Sachsen-Anhaltinerin aus Predel hat sich in ihre Aufgabe gut reingefuchst und ist mit Anita Menzel an ihrer Seite ein eingespieltes Team geworden. „Mir macht es Freude, wenn die Veranstaltungen gut ankommen.“

Neben dieser ehrenamtlichen Arbeit im Heimatverein ist Ursula Böhme auch sonst recht umtriebig. Jeden Donnerstag hilft sie beim Kindersport mit aus und gibt darüber hinaus Mathe-Nachhilfe im Lernstudio Groitzsch. „Das macht mir Spaß und hält mich fit“, sagt die 69-Jährige, deren Terminkalender immer gut gefüllt ist. „Rentner haben eben niemals Zeit“, lacht sie.

Von Kathrin Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eltern, Lehrer und Schulleiter aus Borna West haben sich in den vergangenen Wochen mit massiven Beschwerden an die Stadt gewendet. Sie fordern einen baldigen Abriss der maroden und baufälligen Ruine an der Deutzener Straße. Die Stadt selbst ist seit Jahren im Gespräch mit dem Eigentümer – bislang ohne Erfolg.

07.03.2018

Geburtstagsglückwünsche und die passend dekorierte Torte gab es am Mittwoch für Johanna Giesel. Mit 103 Jahren ist sie derzeit der älteste Mensch, der in Groitzsch wohnt. Als Bürgermeister Maik Kunze gratulierte, erzählte sie aus ihrem Leben.

07.03.2018

Günter M. aus Rötha ist am Landgericht Leipzig wegen versuchten Totschlags angeklagt. Der 66-Jährige soll seinen Nachbarn geschlagen haben – mit einem Aschenbecher, einer Bierflasche, einem Tischbein. Immer im alkoholisierten Zustand. Am Mittwoch zeigte er sich reumütig.

11.03.2018