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Heimspiel für „animato“ am Sonntag in Neukieritzsch

Frauenensemble Heimspiel für „animato“ am Sonntag in Neukieritzsch

Ohne „animato“ würde dem Gemischten Chor Neukieritzsch eine klangvolle Facette fehlen. Die Frauen unter der künstlerischen Leitung von Viktor Vetter reisen regelmäßig und gern zu Festivals: nach Amsterdam, nach Prag. Im November geht es an die Elbe nach Dresden zu „Cantate“, wo sie in der Frauenkirche und in der Kreuzkirche singen werden.

Das Ensemble „animato“ stand bei der Vergabe des LVZ-Heimatpreises auf der Bühne (von li.): Christine Vetter, Elke Dünnebeil, Helga Börner, Margit Einsingbach, Beate Tröbitz und Annett Wolff.

Quelle: Thomas Kube

Neukieritzsch/Bad Lausick. Ohne „animato“ würde dem Gemischten Chor Neukieritzsch eine klangvolle Facette fehlen: Die sechs Frauen, die sich vor mehr als zwei Jahrzehnten als Ensemble innerhalb des Chores zusammenfanden – heute zählt es elf Köpfe – , bereichern aber keineswegs nur dessen Konzerte. „animato“, was lateinisch für anregend, inspirierend steht, ist nicht nur auf den Bühnen in der Region gefragt. Der Chor unter der künstlerischen Leitung von Viktor Vetter reist regelmäßig und gern zu Festivals: nach Amsterdam, nach Prag – woher sie eine Bronze-Medaille mitbrachten –; im November geht es an die Elbe nach Dresden zu „Cantate“, wo sie in der Frauenkirche und in der Kreuzkirche singen werden.

Den Anstoß, ein Ensemble im Ensemble zu gründen, gab seinerzeit Edith Gerstenberg. Zunächst war man bei Chorkonzerten mit zwei oder drei Liedern präsent. Doch die Frauen wollten mehr – ebenso ihr künstlerischer Leiter. Viktor Vetter:„,animato‘ bereichert die Programme unseres Chores. Dass auf der Bühne immer etwas Neues passiert, macht unsere Programme so lebendig.“ Darüber hinaus ist das Ensemble dort zu hören, wo ein ganzer Chor den Rahmen sprengen würde; bei kleinen Konzerten, aber auch 2015 bei der Verleihung des LVZ-Heimatpreises.

„In der Frauenkirche auftreten zu dürfen, das empfinden wir als eine große Ehre. Solche Veranstaltungen geben uns Auftrieb“, sagt Northild Kutschmar, die seit 1995 dazu gehört. Bereits jetzt bereite man sich auf das Dresdner Festival intensiv vor. Die Atmosphäre solcher Treffen sei eine ganz besondere, die Begegnung mit Sängerinnen und Sängern aus vielen Ländern mache süchtig. Christine Vetter, die den Gemischten Chor leitet, kann das nur bestätigen: „Wenn man das einmal erlebt hat, möchte man das immer wieder erleben.“ Als 2014 der Gemischte Chor sein 125-jähriges Bestehen feierte, richtete er konsequenterweise in Neukieritzsch selbst ein Festival mit Gästen aus mehreren Ländern ein.

Über den Erfolgen auf sächsischem, Thüringer und internationalem Parkett – Benefiz-Konzerte nach dem verheerenden Hochwasser 2002 und zugunsten historischer Gebäude inklusive – verliert der Chor das heimische Publikum nicht aus dem Auge. In diesem Jahr konnten Musikfreunde „animato“ in der Gnandsteiner Burgkapelle und im Volkskundemuseum Wyhra erleben. Nun folgt ein großes Konzert dort, wo der Verein zu Hause ist, am Sonntag, 19 Uhr, im Festsaal in Neukieritzsch. Bereichert wird dieser Abend durch das Doppelquartett des Bad Lausicker Männerchores.

Vor 40 Jahren, 1976, nahm der Gemischte Chor Neukieritzsch die Tradition des 1889 gegründeten Männerchores auf. Der Chor zählt an die 30 Frauen und Männer, die in Pegau und Bad Lausick, Frohburg und Groitzsch und natürlich in Neukieritzsch zu Hause sind. Gemeinsam geprobt wird jeden Montag in Neukieritzsch; „animato“ trifft sich am selben Tag außerdem in kleiner Runde.

Was dem Chor inzwischen immer deutlicher fehle, seien Männerstimmen, sagt Christine Vetter: Um sein Wien-Projekt umsetzen zu können, erhielt er Unterstützung durch den Leipziger Polizeichor. Zudem entschieden sich zwei Sänger des Bad Lausicker Männerchores – dessen Wurzeln noch weiter zurückreichen -, darüber hinaus dem Gemischen Chor ihre Stimme zu geben. Was durchaus nahe liegt, fungiert Viktor Vetter doch als künstlerischer Leiter beider Chöre – neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit als Kantor in Pomßen.

Bei „Cantate Dresden“ auftreten zu können, betrachtet Vetter als einen weiteren Höhepunkt in der Chorgeschichte – nicht auszuschließen, dass es der letzte ist, denn: „Es ist kein Geheimnis, dass es mit dem Chorgesang bergab geht. Wenn keine neuen Sänger kommen, vor allem junge Leute, wird sich dieser Klangkörper verabschieden müssen.“ Umso mehr freuten sich die Sängerinnen und Sänger auf die kommenden Konzerte an der Elbe und in der Weihnachtszeit.

Von Ekkehard Schulreich

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