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Heinrich Freiherr von Friesen wird am 11. September in Rötha bestattet

Friedhof der Marienkirche Heinrich Freiherr von Friesen wird am 11. September in Rötha bestattet

Der am Freitag vergangener Woche verstorbene Heinrich Freiherr von Friesen wird am 11. September in seiner Heimatstadt Rötha beerdigt. 1945 floh der damals Zehnjährige mit seiner Familie, wuchs in Westdeutschland auf und engagierte sich nach der Wiedervereinigung für das Erbe der von Friesens in Sachsen.

Heinrich Freiherr von Friesen starb am vergangenen Freitag. Er gilt als der letzte Spross der Röthaer Adelsfamilie.

Quelle: Fotoarchiv / Jakob Richter

Rötha. Schon lange vor seinem Tod wusste Heinrich Freiherr von Friesen, dass er in der Familienbegräbnisstätte an der Marienkirche in Rötha beerdigt werden möchte. Das sagte er bereits vor Jahren dem Röthaer Pfarrer Christoph Krebs, wie dieser sich gegenüber der LVZ am Donnerstag erinnerte. Am 11. September um 11 Uhr soll der Freiherr dort bestattet werden. Wie berichtet, starb der 82-Jährige am vergangenen Freitag. Er hatte keine Kinder und gilt als der letzte Spross der Röthaer von Friesens, die mit einer fast 500 Jahre alten Geschichte zu den bedeutenden sächsischen Adelsfamilien gehören.

„Zunächst wurden die Familienangehörigen in der Gruft der Georgenkirche beerdigt, später entstand dann die Begräbnisstätte auf dem Friedhof an der Marienkirche“, erklärte Pfarrer Krebs. Die Gruft gebe es noch, sie sei jedoch nicht öffentlich zugänglich. Georgen- und Marienkirche mit ihren zwei berühmten Silbermann-Orgeln wurden von den Adeligen lange Zeit gefördert und unterstützt. Überhaupt wirkten die von Friesens vielfältig auf die Kleinstadt Rötha. Sie lebten in einem frühbarocken Schloss inmitten eines Parkes, den der „Förderverein Rötha Gestern. Heute. Morgen“ derzeit saniert. 1945 floh die Familie vor der russischen Armee. Der Freiherr war damals noch ein Kind, er wuchs in Westdeutschland auf und engagierte sich nach der Wiedervereinigung für das Erbe seiner Familie in Sachsen. Das Röthaer Schloss wurde 1969 gesprengt.

Der Pfarrer erlebte Heinrich von Friesen in mehreren Begegnungen als einen lebhaften, selbstbewussten und fachkundigen Mann, wie er erzählte. Besonders gut erinnerte er sich an die Rede des Freiherrn im Jahr 2011 zum 500-jährigen Bestehen der Marienkirche. „Er sagte bewegende Sätze über seine Kindheit, Rötha sei sein Paradies gewesen“, so Christoph Krebs. Gemeinsam mit dem Leipziger Superintendenten Martin Henker wird er den Verstorbenen am 11. September bestatten.

Von Claudia Carell

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