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Borna Heiße Tage in der Schule Nord
Region Borna Heiße Tage in der Schule Nord
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16:40 19.05.2015
So macht die Schule Spaß: Die Klasse 3a der Clemens-Thieme-Grundschule hatte gestern hitzebedingt unterrichtsfrei und suchte Abkühlung am Brunnen auf dem Dinterplatz. Zuvor versorgten sich die Schüler mit ihren Lehrerrinnen in der Reichsstraße mit Eis. Quelle: Thomas Kube

Allerdings hat die Schule einige Mängel, von denen einige gerade bei tropischen Temperaturen wie gestern deutlich zu spüren sind.

Knapp 30 Grad waren es gestern in den Zimmern der Schule Nord. Zuviel für anständigen Unterricht, weshalb es ab der fünften Stunde hitzefrei für die Kinder gab, sagt Schulleiter Jörg Schulze. Jetzt räche sich, dass der Vorschlag der Lehrer in einer frühen Planungsphase für den Neubau kein Gehör fand: "Wir hatten damals vorgeschlagen, die Schule zu drehen." Dann hätten sich die Klassenräume auf der Nordseite des Gebäudes befunden, und zumindest die gestrigen Temperaturen, die sich ohne Klimaanlage nur bedingt aushalten lassen, gäbe es in den Klassenzimmern nicht. Damals sei den Lehrern gesagt worden, dass sie in dem neuen Gebäude niemals Probleme mit hohen Temperaturen haben würden.

Wobei die Verordnung von "hitzefrei" auch Schwierigkeiten mit sich bringt, sagt der Schulleiter. Es fehle an Plätzen, auf die sich die Lehrer mit den Schülern zurückziehen könnten, wenn die Kinder bis zu Beginn des Hortes bei temperaturbedingtem Unterrichtsende betreut werden müssen. Vor der Schule befinden sich Bauzäune mit Rindenmulch, so dass die Lehrer mit ihren Schülern teilweise Ausflüge die Innenstadt machen mussten oder sich ins Rudolf-Harbig-Stadion begaben. An eine Beschäftigung der Kinder, zu der auch Unterricht im Freien gehöre, sei aber kaum zu denken, so Schulze. Angesichts der Hitze seien die Pädagogen außerdem prinzipiell angehalten, größere Anstrengungen ihre Schüler zu vermeiden, kicken auf der Wiese etwa.

Was in Tagen wie den letzten ebenfalls fehlte, war der Trinkbrunnen. Dabei handelt es sich um einen Trinkwasserspender im Speiseraum, der den Mädchen und jungen Wasser spendet. Nicht fertig ist auch die Bedienungseinrichtung, mit der Jalousien an der ganzen Schule von einem zentralen Ort aus, dem Sekretariat, hoch- und runtergelassen werden können. Die Folge: "Das muss der Hausmeister jetzt überall einzeln erledigen", und das dauert etwa eine Dreiviertelstunde, sagt der Schulleiter weiter.

Er wartet auch auf die Reparatur mehrerer Fensterscheiben, die wie etwa im Religionszimmer oder im Musikzimmer schon seit langem gerissen sind. Und nicht zuletzt fehlen der Sichtschutz an Schulzes Zimmer sowie dem seines Stellvertreters, dem Sekretariat und nicht zuletzt dem Lehrerzimmer. Das bedeutet, dass die Lehrer von außen gut beobachtet werden können - und zwar bei Konferenzen ebenso wie an ihren Computern.

Dennoch betont Schulze, dass er froh ist, mit seinen 260 Schülern in dem neuen Gebäude zu sein. Und mittlerweile zahle es sich sogar aus, dass der Umzug und die Zusammenlegung der früheren Ost- und Nordschule bereits im Winter über die Bühne gegangen sind. "Da haben wir das jetzt nicht mehr vor uns."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2013

Nikos Natsidis

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