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Helene-Tag erinnert an Großzössener Geschichte und blickt in die Zukunft

Einblicke in Neukieritzscher Ortsteil Helene-Tag erinnert an Großzössener Geschichte und blickt in die Zukunft

Dass sich Großzössen im Aufwind befindet, hat maßgeblich mit dem Verein IG Neue Helene zu tun. Der stellte am Helene-Tag sich und seine Projekte vor. Parallel dazu öffnete die Freiwillige Feuerwehr ihre Depot-Tür weit.

Die von Maik Stelzner (links) geleitete Lobstädter Ortswehr arbeitet eng mit Klaus Gussner (hinter dem Aggregat) und seinen Großzössener Kameraden zusammen.

Quelle: Roger Dietze

Neukieritzsch/Grosszössen. Zweifellos im Aufwind befindet sich der Neukieritzscher Ortsteil Großzössen, was maßgeblich mit dem Wirken des vor siebeneinhalb Jahren gegründeten Vereins IG Neue Helene zu tun hat. Dessen Mitglieder luden am Sonnabend zum zweiten „Helene-Tag“ des Jahres eingeladen hatte, derweil die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Türen ihres Gerätehauses öffneten.

Dabei präsentierte sich der frisch gewählte neue Ortswehrleiter Klaus Gussner erstmals einer breiteren Öffentlichkeit. Der 64-Jährige war in die Bresche gesprungen, nachdem sich aus den Reihen der Großzössener Kameraden niemand gefunden hatte, der das Amt übernehmen wollte. „Meine Hauptmotivation war, dass ich nicht wollte, dass die Wehr aus Personalmangel keine Zukunft mehr haben sollte“, so der gebürtige Brandenburger, der in Großzössen zwar ein hochmodernes Gerätehaus, dafür aber mit einem Fahrzeug der Marke LO eine etwas angestaubte Technik vorfand. „Zum alten Barkas ist das immerhin schon ein Fortschritt, und mit den Entwicklungsplänen für die Ortswehr hin zu einer Wasserwehr wäre dann auch eine Modernisierung des Einsatzfahrzeuges verbunden“, so Gussner.

Jede Menge Pläne gibt es auch eine Haustür weiter bei der IG Neue Helene, die ihr Vereinsdomizil im Obergeschoss des mit dem Gerätehaus eine Einheit bildenden Bürgerhaus hat. Dieses wiederum grenzt unmittelbar an den einstigen Rittergutspark, der laut dem Vereinsvorsitzenden Andreas Bodenlos aufgewertet werden soll. Voraussetzung dafür sei, dass die das Gesamtbild nachhaltig störenden Fertiggaragen umgesetzt würden, so Bodenlos. Bislang sei das daran gescheitert, dass sich keine Firma habe finden lassen, die das mit der Aufgabe verbundenen Risiko auf sich zu nehmen bereits sei. „Uns schwebt auf dem Gelände die Anlage eines Platzes vor, der für Kinder wie Senioren gleichermaßen nutzbar ist“, so der Vereinsvorsitzende. „Darüber hinaus könnten wir uns auch die Aufstellung von Infotafeln zum Rittergut vorstellen.“

Apropos vorstellen: Selbiges tat im Rahmenprogramm des Helene-Tages das Markkleeberger Kinderhospiz „Bärenherz“. Darüber hinaus präsentierte ein Archäologe die im Zuge des Bürgerhaus-Neubaus an dieser Stelle gefundenen mittelalterlichen Artefakte. Weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln gingen zudem nicht nur die von den Vereinsfrauen gebackenen Kuchen, sondern ebenso die Busfahrkarten für die Vereinsausfahrt, die am 10. Dezember die Bergparade in Schwarzenberg zum Ziel haben wird. Zuvor lädt der Verein im Oktober zu seinem Dankefest für die Helfer der verschiedenen Vereinsaktivitäten und zum traditionellen Schlacht- und Herbstfest ein, bevor mit dem Weihnachtsmarkt am 1. Dezember und dem Kurztrip ins Erzgebirge das Helene-Jahr zu Ende gehen wird. Lange müssen sich die Großzössener allerdings nach Silvester nicht gedulden, bis Andreas Bodenlos und seine rund 50 Vereins-Mitstreiter und -Mitstreiterinnen - mithin gut zehn Prozent der Einwohnerschaft – mit dem Weihnachtsbaum-Verbrennen zum ersten Highlight im neuen Jahr einladen, auf das im Februar ein Skatturnier und im März die Frauentagsfeier folgen.

Von Roger Dietze

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