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Borna Helikopter über Schleenhain: Mibrag begrünt rund 13 Hektar Braunkohlegebiet aus der Luft
Region Borna Helikopter über Schleenhain: Mibrag begrünt rund 13 Hektar Braunkohlegebiet aus der Luft
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13:48 24.05.2011
Tagebau-Begrünung aus der Luft: Der Helikopter versprüht aus dem 1000-Liter-Tank ein Spezialgemisch auf die Betriebsfläche Schleenhain. Quelle: Günther Hunger
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Borna

Versprüht wird ein Gemisch aus Wasser, Dünger, Zellulose, Saatgut und Kleber. Die Aktion soll Abhilfe für benachbarte Orte wie Deutzen schaffen. Durch die Trockenheit der letzten Wochen habe es "außergewöhnliche Beeinträchtigungen" gegeben.

Der Helikopter AF 350 hat eine Tragfähigkeit von 1,4 Tonnen. Alle drei Minuten ist der 1000-Liter-Behälter mit der Saatmischung aus trockenresistenten Kräutern und Gräsern geleert. Dann wird der Behälter aus rund sieben Meter Flughöhe zum Boden gelassen und nachgefüllt. 15.000 Liter Spezialmischung versprüht Pilot Walter Koopmann pro Hektar. Das Ergebnis ist die sogenannte "Grüne Kohle", eine Zwischenbegrünung freiliegender Kohlebestände, die die Belastung benachbarter Orte durch Staub vermindert.

Freiberg/Neukieritzsch. Der Energiekonzern Mibrag muss seine Erweiterungspläne für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain vorerst auf Eis legen. Das sächsische Oberbergamt in Freiberg hat dem Unternehmen das erhoffte Gewinnungsrecht für ein neues Abbaufeld rund um die Ortschaft Kieritzsch nicht erteilt. Das Kohlefeld liege außerhalb der im Braunkohleplan bis 2040 festgelegten Abbaugrenzen.

"Die Methode ist effektiv und bewährt und trägt vor allem dazu bei, dass wir mehr Akzeptanz bei unseren Nachbarn erreichen können", so Mike Fischer, Betriebsführer Produktion im Tagebau Vereinigtes Schleenhain. Dort werden in diesem Jahr fast 55 Hektar zwischenbegrünt. Dazu gehört auch, dass mehr als fünf Hektar Tagebauböschung versiegelt werden. Außerdem seien bereits 35 Hektar Gelände auf konventionelle Art und Weise begrünt worden, teilte das Unternehmen mit.

Rund 1,3 Millionen Euro lässt sich die Mibrag im laufenden Jahr die Gestaltung neuer Landschaften, Begrünungsmaßnahmen und Schutzplanzungen kosten. Mit den 265 Hektar aus dem Tagebau Profen sei in den aktiven Abbaufelder der Mibrag-Tagebaue "mehr als ein Drittel der gesamten Betriebsfläche" begrünt.

lyn

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