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Herrenhaus: Noch kein grünes Licht für Sanierung

Herrenhaus: Noch kein grünes Licht für Sanierung

Bei der Sanierung des Herrenhauses in Lobstädt gibt es Anlaufschwierigkeiten mit der Gemeinde und Nachbarschaftsstreitigkeiten. Der Neukieritzscher Gemeinderat verweigerte auf seiner Dezember-Sitzung vorläufig die Zustimmung zum Bauantrag.

Lobstädt/Neukieritzsch. Und ein unmittelbarer Nachbar, Wilfried Fleischhauer, klagt nicht nur über den Zustand des Weges vor seinem Grundstück.

Das Unternehmen Blauwasser Seemanagement will das Herrenhaus sanieren und darin zwei Veranstaltungsräume im Erdgeschoss sowie im Obergeschoss und im Dachgeschoss Büroräume und insgesamt fünf Ferienwohnungen unterbringen. Zum Bauvorhaben gehört auch die Errichtung eines Parkplatzes mit 18 Stellplätzen auf der Südseite des Herrenhauses. Das Areal ist allerdings dicht von teilweise alten Bäumen bewachsen, von denen viele gefällt werden müssten. Und genau dort hakt die Gemeinde ein. Der Bauantrag enthalte nämlich keine Aussagen über den Eingriff in den Baumbestand und über Ausgleichsmaßnahmen. Die Gemeinde und das Bauaufsichtsamt des Landratsamtes haben die Unterlagen nachgefordert.Bis zur Gemeinderatsitzung lagen die nicht vor. Die Gemeinde hat zudem Bedenken wegen der Aufstellflächen für die Feuerwehr. Angezweifelt wird, dass das Drehleiterfahrzeug im Brandfall ohne zu rangieren den Platz am Herrenhaus erreichen kann.

Ungeachtet der noch offenen Baugenehmigung ist die Sanierung aber bereits im Gang. In der Einladung zum 1. Kahnsdorfer Weihnachtsmarkt warb Blauwasser damit, dass die drei Säle im Erdgeschoss schon fertig seien und im nächsten Jahr für Veranstaltungen genutzt werden könnten.

Wilfried Fleischhauer, ein unmittelbarer Nachbar, der den geplanten Parkplatz in der unmittelbaren Nähe seines Hauses ohnehin mit Sorge betrachtet, schimpft über die von Baufahrzeugen zerfahrene Zufahrt zu seinem Grundstück. Öffentlich beschwert er sich zudem über die angeblich schon jetzt vom Schillerhaus ausgehende Geräuschkulisse. Nicht nur bei vielen Feuerwerken im Sommer sei es oft bis spät in die Nacht laut. Bürgermeister Henry Graichen hat Fleischhauer empfohlen, die Zeiten, zu denen er sich belästigt fühlt exakt aufzuschreiben. Dann könne man das mit den Zeiten, die laut Baugenehmigung für Öffnungszeiten und Veranstaltungen zulässig sind, vergleichen und mit Blauwasser darüber reden.

Überdies sieht auch die Gemeinde selbst noch ein Problem bei der Beschilderung im Ort, das für ungeordneten Fahrzeugverkehr am Rittergut mit verantwortlich ist. "Besucher, die zum See wollen, fahren teilweise noch ins Rittergut", sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde wolle daher für eine Verbesserung der Ausschilderung des Hainer Sees sorgen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.12.2013
Neumann, André

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