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Borna Herzattacke in Borna: 67-Jähriger sucht seinen Lebensretter
Region Borna Herzattacke in Borna: 67-Jähriger sucht seinen Lebensretter
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07:00 31.08.2016
Schnell wurden nach der Ersten Hilfe alle Maßnahmen ergriffen, bis hin zur Not- und Beipass-Operation. Quelle: dpa
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Borna

Glück im Unglück – als der 67-jährige Hannes Schuhknecht aus Klein Hermsdorf am frühen Nachmittag des 30. Juli auf dem Parkplatz der Sana Klinik in Borna nach einer Herzattacke zusammenbricht, kommt ihm ein Passant zur Hilfe und rettet ihm per Herzdruckmassage das Leben. Der Sohn, Falk Schuhknecht, war an jenem Tag mit dabei, erlebte den Zusammenbruch des Vaters. Per LVZ-Aufruf sucht er nach dem Lebensretter, um sich im Namen der Familie bei ihm persönlich zu bedanken.

„Am 30. Juli war ich gegen 14.30 Uhr mit meinem Vater im Krankenhaus Borna. Meinem Vater ging es die Tage zuvor schon nicht gut, er berichtete über Beschwerden in der Herzgegend. Am 30. Juli rief er mich an, bat mich, ihn ins Krankenhaus zu fahren“, sagte Falk Schuhknecht. Da die Notaufnahme voll gewesen sei und sein Vater, beim Krankenhaus angekommen, sich wieder besser fühlte, verließen beide wieder die Klinik in Richtung Parkplatz. „Als wir rund 200 Meter gelaufen waren, brach er auf Höhe des Parkplatzzugangs ohne weitere Vorzeichen zusammen“, schilderte Schuhknecht. Als er sich nicht regte, habe er den Vater in die stabile Seitenlage gebracht „und geschaut, ob die Zunge nicht in den Hals gerutscht war.“ Trotz Erste-Hilfe-Kenntnisse, sei er aber mit der Situation überfordert gewesen.

Plötzlich sei ein hilfsbereiter Passant herbeigeeilt gekommen. „Er fing sofort mit der Herzdruckmassage an und sagte mir, ich soll meinen Vater beatmeten“, sagte Schuhknecht. Ein Notfallteam der Sana Klinik sei nach kurzer Zeit zur Hilfe gekommen und habe die weitere Versorgung übernommen. Ein anderer Passant habe im Krankenhaus Hilfe geholt. Schnell wurden alle Maßnahmen ergriffen, bis hin zur Not- und Beipass-Operation. „Mein Vater ist wohlauf und glücklicherweise wieder ganz der Alte.“ Derzeit sei er auf Kur.

„Im Namen der gesamten Familie möchte ich allen beteiligten Helfern einen Riesendank aussprechen, ganz besonders dem Mann, der als erstes geholfen hat“, sagte Falk Schuhknecht. In dieser Situation sei er so auf seinen Vater konzentriert gewesen, dass er den Lebensretter nicht richtig beschreiben könne. „Da ich weder nach oben noch zur Seite geschaut habe, weiß ich nur, dass er eine blaue Jeans trug“, so der Sohn. „Ich hoffe, dass sich der Lebensretter über die Zeitung meldet, dass wir ihm persönlich danken können.“

Von Oliver Becker

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