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Borna Herzkatheterlabor in Borna rettet seit zehn Jahren Leben
Region Borna Herzkatheterlabor in Borna rettet seit zehn Jahren Leben
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00:35 11.05.2018
Jährlich führt das Team rund 1000 Herzkatheter-Untersuchungen durch. Quelle: Robin Kunz
Borna

Als am 18. April 2008 das Herzkatheterlabor am Klinikum Borna unter der Leitung des stellvertretenden Chefarztes Dr. Uwe Müller in Betrieb geht, meldet die Rettungsleitstelle einen Notfall mit einem akuten Herzinfarkt. Im Krankenhaus angekommen, rettet eine Koronarintervention einem 69-jährigen Mann das Leben.

Bereits 6753 Untersuchungen

Das Ereignis gilt als Geburtsstunde der Herzkatheteruntersuchung am Bornaer Krankenhaus. Mittlerweile ist sie zehn Jahre alt und wurde in der Zeit 6753-mal durchgeführt.

„Damals gab es vom Land Sachsen den Auftrag, diesen Eingriff hier anzubieten – und zwar rund um die Uhr, sieben Tage die Woche“, erinnert sich Müller, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Die mittlerweile unter Sana betriebene Klinik betrat damit Neuland, obwohl die Methode an sich schon deutlich älter ist.

Heute rund 1000 Fälle pro Jahr

Das damalige Team bestand aus zwei Ärzten und einer Schwester, das Pensum umfasste wenige 100 Eingriffe jährlich. Heute stellt sich die Situation anders dar. Mittlerweile gehören vier Ärzte und sechs Schwestern zum Team, die Fallzahlen liegen bei rund 1000 pro Jahr.

Zudem besteht eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen sowie den benachbarten Krankenhäusern, die eine wichtige Stütze bei der Versorgung herzkranker Patienten sind. „Zusammen stellen wir eine schnelle und kompetente Versorgung für die Region sicher“, so Müller. Denn bei einem Herzinfarkt zähle jede Minute. „Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr Herzmuskel stirbt ab“, erklärt der Facharzt.

Methode geht vor allem schnell

Mit einem Herzkatheter könne vor allem schnell gehandelt werden. Dabei werde ein feiner, biegsamer Kunststoffschlauch von der Leiste oder dem Handgelenk aus durch ein Blutgefäß bis zum Herzen vorgeschoben, der die Erkrankung des Herzens, der Herzklappen oder der Herzkranzgefäße auf einem Bildschirm sichtbar mache. Mit Hilfe eines Ballons oder durch einen Stent könne das Gefäß geweitet beziehungsweise gestützt werden.

Auch die Gefäßmediziner nutzen die schonende Untersuchungsmethode, um etwa Verengungen in den Beingefäßen feststellen zu können. Die interventionellen Radiologen am Haus helfen damit hingegen Schlaganfallpatienten und Patienten mit Durchblutungsstörungen am Bein.

Überdurchschnittliche Qualität bescheinigt

Vor Inbetriebnahme des Bornaer Herzkatheterlabors blieben den Patienten in Lebensgefahr nur langwierige Rettungsfahrten nach Leipzig oder Chemnitz. Heute findet sich im Bornaer Umkreis von 50 Kilometern keine weitere Klinik, der von einer Krankenkasse für ihr Herzkatheterlabor eine überdurchschnittliche Qualität im bundesweiten Vergleich bescheinigt wurde. Sachsenweit führen 17 Kliniken das Verfahren durch, fünf von ihnen gehören auf dem Gebiet zur Spitzengruppe – darunter auch das Sana-Haus.

Von Julia Tonne

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