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Borna Herzsport der Bornaer Sana-Klinik bringt seit 20 Jahren Patienten in Bewegung
Region Borna Herzsport der Bornaer Sana-Klinik bringt seit 20 Jahren Patienten in Bewegung
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00:18 22.07.2017
Bälle gehören zu fast jedem Training der Hersportgruppen dazu. Quelle: robinkunzfotografie
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Borna

Aus Sportraum 1 dringt das Geräusch aufprallender Gummibälle in den Flur des Instituts für therapeutische Medizin. Einmal in der Woche trainieren die Patientinnen und Patienten hier unter physiotherapeutischer und sporttherapeutischer Anleitung sowie ärztlicher Aufsicht Koordination, Kraft und Ausdauer. Seit nunmehr 20 Jahren schnüren Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Bornaer Sana-Klinikum ihre Sportschuhe, um gesund zu werden und zu bleiben.

Eine von ihnen ist Brigitte. Sie ist seit zwölf oder 15 Jahren dabei, so genau weiß sie es gar nicht. „Ich bin immer wieder hierhergekommen, weil es wirklich schön ist und einen aufbaut“, sagt die sportliche 70-Jährige. Ins Leben gerufen wurde die Herzsportgruppe von Dr. Uwe Müller, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, und von Physiotherapeutin Annette Krusche. „Die Kollegen wollten den Patienten aus der Region die Möglichkeit geben, wohnungsnah etwas für ihre Gesundheit zu tun“, sagt Jan Geishendorf, der als Sporttherapeut die Gruppe anleitet.

Das erste Training fand im Jahr 1997 mit einer kleinen Gruppe statt. Seitdem ist der Nachfrage stetig größer geworden. Heute gibt es acht Herzsportgruppen mit mehr 100 Patienten. Geeignet ist der Herzsport für alle, die unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Bei Brigitte waren es gleich vier Herzinfarkte. Den ersten erlitt sie im Alter von 50 Jahren, der letzte liegt vier Jahre zurück. Dass es keineswegs so ist, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur ältere Menschen betreffen, bestätigt auch Jan Geishendorf. „In der Gruppe, die wir speziell für Berufstätige eingerichtet haben, sind Teilnehmer, die meine älteren Brüder sein könnten“, sagt der 29-Jährige.

Ergänzt wird das Bewegungsprogramm durch Vorträge der behandelnden Ärztinnen und Ärzte – zum Beispiel zu Themen wie Sturzprophylaxe, Ernährung sowie zum Einfluss des Wetters auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Ziel der Gruppen ist es, Bewegungsfreude zu vermitteln und zu motivieren, jeden Tag etwas mehr zu tun. Dafür lassen sich die Übungen leicht in den Alltag einfügen, Fahrradständer auf einer Wanderstrecke werden beispielsweise zu optimalen Trainingsgeräten für Liegestütze. „Erst die zusätzliche Bewegung macht den Unterschied“, macht Geishendorf deutlich. „Eine Kniebeuge mehr oder drei Stufen mehr, die jemand ohne Pause steigen kann, das sind schon kleine Erfolge.“

Auch Brigitte beschränkt ihren Sport nicht auf das Angebot in der Sana-Klinik. Neben dem Herzsport trainiert sie zwei Mal in der Woche in einem Fitnessstudio mit einem Programm, das auf ihren Gesundheitszustand angepasst ist.

Von LVZ

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