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Borna Hidrostal-Filiale in Blumroda baut bald Pumpen für die ganze Welt
Region Borna Hidrostal-Filiale in Blumroda baut bald Pumpen für die ganze Welt
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00:17 12.09.2017
Die neuen Ingenieure Alexander Kirschner (v. l.) und Marc Wawersinek mit den Hidrostal-Geschäftsführern Roland Engel und Stefan Rumsch werden die „Super Betsy“ ab 2018 nicht nur verkaufen, sondern auch produzieren. Quelle: Christian Neffe
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Borna/Blumroda

Seit 26 Jahren ist das Schweizer Familienunternehmen Hidrostal mit einer Tochtergesellschaft in Blumroda, zwischen Borna und Altenburg, vertreten. Und seit 26 Jahren wächst der Standort langsam, aber beständig. Nun steht der nächste große Schritt bevor: Die Niederlassung unter Leitung der Ge­schäftsführer Stefan Rumsch und Roland Engel wird vom reinen Dienstleister zum Produzenten.

Heißt konkret: Die Firma, die sich bisher auf den Verkauf und die Vermietung von Pumpen an Gewerbekunden, Bau- und Abwasserunternehmen konzentrierte, wird fortan die Konstruktion und Weiterentwicklung einer hochleistungsfähigen, selbst ansaugenden Dieselmotorpumpe übernehmen, die bisher in Ungarn produziert und in die ganze Welt verkauft wird. „Das bringt eine erhebliche Aufwertung unseres Standortes mit sich“, findet Rumsch.

Dafür wird investiert und expandiert: Bis Anfang des nächsten Jahres soll eine neue Halle für die Konstruktion und Entwicklung der „Super Betsy“ genannten Pumpen entstehen, außerdem wurden bereits zwei Ingenieure neu eingestellt. Bis zu 325 Liter pro Sekunde schafft die Super Betsy, die je nach Modell 1,2 bis 3,5 Tonnen (Leergewicht) wiegt, mit 500 bis 700 Liter Diesel betankt wird und damit bis zu eine Woche am Stück autark laufen kann, erklärt Engel. Besonders auf Baustellen ohne Zugang zum Stromnetz sowie bei Hochwassereinsätzen bietet sich das Modell deshalb an. Abnehmer gibt es bereits in den USA, Japan, Russland und überall in Europa. „Wir sind sehr stolz darauf, Produktion und Weiterentwicklung übernehmen zu dürfen“, so Rumsch. Ab 2018 sollen jährlich bis zu 100 Stück das Gelände im Blumrodapark verlassen.

Um diese Aufgabe bewältigen zu können, braucht Hidrostal aber noch einen neuen Mitarbeiter: „Wir sind derzeit auf der Suche nach einem Schlosser oder – noch besser – einem Mechatroniker“, berichtet Rumsch. Die seien auf dem Arbeitsmarkt derzeit schwer zu finden. Zwar bietet das Unternehmen eine Ausbildung in diesem Berufsfeld an, das Mechanik und Elektronik verbindet. Die Stelle ist sogar schon länger mit einem Azubi besetzt. Dennoch wird dringend eine erfahrene Fachkraft benötigt.

Bleibt noch die Frage, woher die „Super Betsy“ ihren Namen hat. Roland Engel kennt den Grund: „Der Prototyp wurde in den Niederlanden entwickelt, wo Betsy der Begriff für eine Putzkraft ist. Und da es sich um eine Pumpe für Abwässer und Ähnliches handelt, haben sich die Kollegen diesen kleinen Scherz erlaubt.“ Die Länderherkunft erklärt auch die orange Färbung der alten Betsy-Modelle, die auf dem Gelände von Hidrostal noch zur Vermietung stehen. Die neuen Aggregate kommen in schickem Blau daher.

Von Christian Neffe

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