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Hilfe für Bornaer Waldemar Steinem

Hilfe für Bornaer Waldemar Steinem

Waldemar Steinem ist überwältigt. Dass es so viele Reaktionen und eine verbreitete Anteilnahme in der Öffentlichkeit gibt - „das hätte ich nicht gedacht", sagte er.

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Waldemar Steinem aus Borna: Seine Wohnung eine Baustelle.

Quelle: Thomas Lieb

Borna. Die LVZ hatte am Dienstag unter der Überschrift „075D176816 - und keinen Cent mehr" über die Lebensumstände des 50-Jährigen berichtet, der die lebensrettende Nieren- beziehungsweise Lebertransplantation herbeisehnt und zwischen Dialyse und Behördenwegen um sein Recht zu kämpfen versucht. Allein fehlt ihm dazu die Kraft. Hilfsangebote aus dem ganzen Landkreis spenden ihm neuen Mut. Fachkräfte des Bürgerbüros der Ständigen Vertretung (StäV) am Bornaer Markt nehmen sich jetzt seiner an. „In Absprache mit Landtagsabgeordneten Enrico Stange und Bundestagsabgeordneten Dr. Axel Troost könnte unsere Hilfe eine umfassende, kostenlose Sozialberatung inklusive Vermittlung eines Rechtsbeistands und Hilfe bei der Kostenübernahme durch die entsprechenden Beratungsbeihilfen oder auch der Beistand der Abgeordneten in terminlichen Angelegenheiten sein. Ich bin mir sicher, dass wir Herrn Steinem helfen können", reagierte René Jalaß, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Linken-Abgeordneten auf den Beitrag. Auch LVZ-Leser schrieben an die Redaktion und boten ihre Hilfe an.

Der Zeitungsbeitrag hat neben der Anteilnahme auch eine Diskussion über die Beratungsmöglichkeiten für sozial Benachteiligte ausgelöst. „Es reicht nicht, auf das Versagen von Menschen oder Behörden hinzuweisen, sondern jemand muss helfen", legte der Geithainer Pfarrer Markus Helbig den Finger auf einen wesentlichen Punkt. Menschen in Notlagen wissen oft nicht, an wen sie sich wenden können. Die Behörden, die - wie auch im Fall Waldemar Steinem - an die rechtlichen Grenzen ihres Treibens stoßen, geben selten Tipps, welche ergänzenden Hilfsangebote es gibt. „Fakt ist, dass wir, seit wir in Borna anwesend sind, etlichen Personen in ähnlichen Lebenslagen erfolgreich Hilfe anbieten konnten", erklärte René Jalaß. Auch Markus Helbig nutzte die ausgelöste Diskussion, um auf Beratungsstätten und Anlaufstellen aufmerksam zu machen: „Für alle Geithainer in ähnlichen Situationen sei gesagt, dass sie sich im Haus der Kirche bei der Sozialberatung des diakonischen Werkes im Leipziger Land oder auch im Pfarramt melden können. Ich empfehle auch einen Weg ins Bornaer Café Offenkundig."Die Kritiker haben sich im Internet anonym zu Wort gemeldet. Unter den Synonym „Kirche im Dorf" kommentierte ein Leser: „Warum fallen die Probleme des Mannes erst jetzt auf, Jahre bis Jahrzehnte später, pünktlich zur festlichen Stimmung? Warum fallen sie ihm selbst erst jetzt auf? ,Die Krankheiten unserer Zeit heißen Hektik und Aktionismus‘, wusste schon Alfred Herrhausen. Gut, von übertriebener Hektik kann man jetzt hier nicht sprechen. Von allzu überdeutlichem Aktionismus beim Verfassen dieser gar herzzerreißenden Story schon." Und auf den Eintrag von „Skeptiker": „...Aber erst mal auf die Bürokratie und den ‚Unrechtsstaat‘ zu schimpfen ist ja sehr populär."Waldemar Steinem versicherte nach der Welle an Reaktionen peinlich berührt, dass „ich niemand für mich beanspruchen" wollte. „Ich habe mir nur keinen Rat mehr gewusst und Hilfe gesucht." Den Skeptikern zum Trost: Sowohl das Jobcenter des Landkreises als auch der Gerichtsvollzieher haben ihre Arbeitsaufträge ordnungsgemäß erfüllt.

Thomas Lieb

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