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Borna Hingucker Huguelet und viele andere Karossen wissen in Pegau zu gefallen
Region Borna Hingucker Huguelet und viele andere Karossen wissen in Pegau zu gefallen
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11:00 19.09.2016
Bärbel und Martin Freund neben ihrem Huguelet, einem besonderen Hingucker der Veranstaltung. Quelle: Roger Dietze
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Pegau

Bärbel und Martin Freund haben eine klare Haltung zum Geld. „Bevor wir es auf dem Konto bunkern, investieren wir es lieber in eine für uns sinnvolle Sache“, so die beiden End-Siebziger unisono. Und im Falle der beiden Markranstädter hat dieses Sinnvolle vier Räder und einige Jahre auf dem Buckel. Ihre jüngste Errungenschaft, die a,m Sonntag die Besucher und Teilnehmer des 13. Pegauer Dreiländertreffens für Oldtimer und Youngtimer aus nächster Nähe bestaunen konnten, sogar ziemlich viele Jahre. Denn der Renault-Vorgänger Huguelet befindet sich mittlerweile im 110. Jahr.

„Wir wollten noch etwas ganz Altes unserer Sammlung hinzufügen, und dieses Fahrzeug hat meiner Frau auf Anhieb gefallen“, sagte Martin Freund. Für die Ausfahrt, die am Sonntag zur besten Mittagszeit quer durch das mitteldeutsche Dreiländereck führte und viele Blicke auf sich zog, war der französische Oldtimer aufgrund seiner schwachen Motorisierung zwar nicht geeignet, an genügend Teilnehmern indes bestand dennoch einmal mehr kein Mangel. Denn auch bei der 13. Auflage der vom Verein Oldtimerfreunde Pegau organisierten Veranstaltung platzte der Kirchplatz fast aus den Nähten.

„Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Teilnehmer, die aus dem Süden Sachsens zu uns gekommen sind, haben den Regen hinter sich gelassen“, berichtete Vereinschef Steven Stötzner, der der Stadt ein großes Dankeschön für ihre Unterstützung aussprach. „Sie hat uns nicht nur einmal mehr die Örtlichkeit zur Verfügung gestellt, sondern sorgte zudem für die Beschilderung und hat uns die Versorgungsleitungen nutzen lassen“, so der 46-Jährige, dessen 16 Mitglieder umfassender Verein von einem guten halben Dutzend Helfern unterstützt wurde. „Mit ihrer Hilfe können wir die Sache stemmen, hinsichtlich der Platzkapazitäten sind wir aber am oberen Limit angelangt“, so Stötzner. Daran selbstredend war bei der Premiere 2004 nicht zu denken. „Wir haben damals mit gerade einmal 20 Fahrzeugen begonnen, die Mund-zu-Mund-Propaganda in der Oldtimerszene hat das Treffen aber schnell anwachsen lassen, das noch dazu eines der letzten in der Saison ist und das deshalb entsprechend viele nutzen wollen.“

Genutzt hatte die gestrige Möglichkeit zur Präsentation seines frisch aus der privaten Restaurierwerkstatt gekommenen Skodas S 100 auch Jörg Heimpold, der zudem eine mit Fotos unterlegte Geschichte mit von Leipzig nach Pegau gebracht hatte. „Die Restaurierung hat sich über neun Jahre und damit länger als ursprünglich geplant hingezogen, aber ich habe sie rechtzeitig zu einem Abschluss gebracht, um meine Partnerin mit dem Wagen zum Standesamt fahren zu können“, so der 40-jährige Messestädter. Selten allein auf seinem knapp 70 Jahre alten Jawa-Trike unterwegs ist nach eigener Aussage Achim Engelhard aus Rötha. „Die Enkel sind bei Ausfahrten oft mit von der Partie“, so der 65-Jährige, der mit seinem Trike auf dem Kirchplatz für jede Menge staunende Blicke sorgte. „Dies ist in der Tat ein sehr seltenes Fahrzeug, mit dem im Jawa-Werk Mitarbeiter und Teile befördert worden sind.“

Von Roger Dietze

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