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Borna Historische Fahrzeuge mit Charakter in Groitzsch
Region Borna Historische Fahrzeuge mit Charakter in Groitzsch
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17:29 26.08.2012
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Groitzsch

Nach 2008 präsentierten die 16 Mitglieder zum zweiten Mal ihre vereinseigenen als auch privaten Schätze originalgetreu restaurierter zwei- und vierrädriger Fahrzeuge.

 „Mit der Präsentation wollen wir den Leuten zeigen, was wir die letzten Jahre alles geschafft haben und wie aufwendig die Arbeit an der Technik ist", erklärte Sektionsleiter Henry Rother. Knapp 60 Fahrzeuge, angefangen vom sogenannten Hühnerschreck über Awo, Autounion, Shiguli bis hin zu einer ganzen Flotte historischer Feuerwehrfahrzeuge gab es zu bestaunen.

Bereits kurz nach der Eröffnung tummelten sich schon unzählige Besucher zwischen den nostalgischen Vehikeln. Viele schwelgten dabei in Erinnerungen und kamen schnell mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch. Gern öffneten diese für einen fachkundigen oder nur neugierigen Blick die Motorhauben. „Ich bin begeistert von der Schau, so vielfältig sind die Typen hier, vor allem bei den Zweirädern", sagte Manfred Mühlner. Der Luckaer hat selbst eine aufgebaute Jawa 350 in seiner Garage stehen. „Mein Kompliment an den Verein. Ich kann gut nachvollziehen, wie viel Herzblut in den Fahrzeugen steckt", so der Rentner.

Die letzte Zeit gestaltete sich für die Groitzscher Oldtimerfreunde überaus arbeitsreich. Mehrmals in der Woche werkelten sie intensiv am Trabant 500 sowie dem P 70, die unbedingt zur Schau fertig werden sollten. „Wir haben es zum Glück noch geschafft. Quasi gestern wurde die letzte Schraube angezogen", erzählt Rother mit stolzem Blick auf die beiden glänzenden Autos. Gleich daneben erregten die zwei Wartburg 311 Cabrio und Coupé von Werner Fehre reges Besucherinteresse. Von Grund auf neu aufgearbeitet zählen sie neben einem Wanderer Leichtmotorrad oder einer MZ-BK 350 zu seinen Lieblingsstücken. Begonnen hatte der 74-Jährige bereits zu DDR-Zeiten mit der Restauration von Kutschen, ehe er sich seiner neuen Leidenschaft, den Oldtimern zuwandte. „Die Optik hat mich schon immer fasziniert. Alle Fahrzeuge haben einen eigenen Charakter und man kann vieles daran selbst machen."

 Doch nicht nur für das Auge, sondern auch für Gaumenfreunden sorgten die Groitzscher Technikfreaks. Während es zum Nachmittag Kaffee und selbst gebackenen sowie von der Bäckerei Schützka gesponserten Kuchen gab, hatte zur Mittagszeit die restaurierte Gulaschkanone ihren ersten Einsatz. Im Kessel des knallrot strahlenden Anhängers köchelten Erbsensuppe und Bockwurst, die reißenden Absatz fanden. Am Ende zeigten sich die Vereinsmitglieder überaus zufrieden mit der Resonanz, was sie für kommende Aufgaben zuversichtlich stimmt. Als nächste große Herausforderung wartet schon der stadtbekannte Traktor Pionier des ehemaligen Fuhrunternehmers Bieler auf die fleißigen Hände der Bastler.

Olaf Becher

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