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Borna Hobby-Winzer machen einen guten Schnitt - kleines Seminar unter freiem Himmel
Region Borna Hobby-Winzer machen einen guten Schnitt - kleines Seminar unter freiem Himmel
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12:16 25.02.2018
Am Weinberg in Groitzsch: Udo Killmey erklärt den richtigen Rebenschnitt. Quelle: René Beuckert
Groitzsch

Ist ein Weinstock richtig verschnitten, beschert er im Herbst eine gute Ernte. Sicher gehört nicht nur das richtige Ansetzen der Schere dazu, sondern auch Erfahrung um den Weinanbau. Am Sonnabend wurde allen Gelegenheit geboten, über den Anbau der Rebe und den dazu gehörenden Schnitt Wissen zu sammeln. Der Bürgerverein Stadtmühle Groitzsch, in dem Weinfreunde ein Interessenfeld gefunden haben, bot Neugierigen die Möglichkeit, am Weinberg unterhalb der Burg Wissenswertes über den Rebstock zu hören und selber Hand anzulegen und an der richtigen Stelle auszulichten.

Seit vorigem Jahr bietet der Verein den Hobbyanbauern von Wein die Möglichkeit, einen guten Schnitt zu machen. „Im Frühjahr muss der Weinstock sowieso verschnitten werden, und da lag es nahe, interessierte Bürger in das Geschehen einzubeziehen“, erzählt Kerstin Schneiderheinze. Viele brächten bereits Wissen mit, das sie sich über Bücher oder per Internet angeeignet haben. Doch in der Praxis sehe es oft etwas anders aus als beschrieben, meint sie.

Schon die erste Veranstaltung war gut besucht, und deshalb haben die Weinfreunde auch in diesem Jahr das Angebot unterbreitet. Schneiderheinze; „Für mich ist es immer wieder aufschlussreich zu sehen, wie viele Leute sich mit dem Weinanbau befassen. Die Motivation, in seinem Garten oder Grundstück Weinstöcke anzubauen, ist unterschiedlich. Wollen die einen nur ein schönes Schattenspalier haben, finden andere den an der Hauswand emporrankenden Weinstock optisch ansprechend. Und einige legen sogar Wert auf eine gute Traubenernte.“ Zugleich möchte der Bürgerverein mit dieser Veranstaltung Interessierte für die Vereinsarbeit gewinnen, was aber nur der angenehme Nebeneffekt wäre.

Die Erfahrung über den Weinanbau haben die Mitglieder sich nicht nur aus der Fachliteratur angeeignet. Vielmehr sind sie in traditionelle Weinanbaugebiete, wie Freyburg oder Mosel, gereist und haben dort in Seminaren ihr Wissen für die Praxis erweitert, das sie nun gern weitergeben.

Er habe bisher nach Gutdünken seinen Wein verschnitten, berichtet Veranstaltungsbesucher Lutz Rümmler. „Jetzt habe ich dazugelernt und weiß, welche Triebe ich stehen lassen muss, wenn ich genügend Weintrauben ernten will.“ Auch Ulrike Schicht findet diese Offerte informativ, zumal sie sehr praxisverbunden ist. Herwig Gastann wendet sein Wissen gleich an einem Rebstock am Hang an und zeigt mit jedem Schnitt, dass er dazugelernt hat. „Hier kann ich mein erworbenes Wissen gleich in die Praxis umsetzen und im Zweifel Fragen stellen“, freut er sich.

Von René Beuckert

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