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"Hoffentlich kommt er nicht wieder raus"

"Hoffentlich kommt er nicht wieder raus"

Höchststrafe für einen der schrecklichsten Verbrecher in Pegau: Hammermörder Uwe J. (47) ist am Dienstag vom Landgericht Leipzig wegen Mordes und besonders schweren Raubes mit Todesfolge zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden.

Unter großem Medieninteresse wurde im Landgericht Leipzig der Prozess gegen den Mörder Uwe J. verfolgt.

Quelle: André Kempner

Pegau. Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist ausgeschlossen. Der Trockenbauer hatte im März dieses Jahres aus Geldnot das Rentnerpaar Marlis und Erhard G. in Peißen erschlagen. Viele Menschen in Kitzen begrüßen das Urteil.

 

 

Uwe Bartsch kannte das Rentnerpaar schon viele Jahre, war mit dessen Kindern in die gleiche Schule gegangen. Für ihn ist das Gerichtsurteil "sehr in Ordnung. Der Täter kommt in diesem Leben hoffentlich nicht wieder raus", so der Kitzener, der bei der Palt KFZ Service GmbH arbeitet und im Pegauer Stadtrat sitzt. "Eigentlich müsste er noch mehr kriegen, aber lebenslang ist nun mal leider das höchste Strafmaß in Deutschland."

Falk Fritzsche aus Großschkorlopp hat zwei Prozesstage als Zuschauer im Landgericht miterlebt: den Auftakt und die Urteilsverkündung. "Die Verhandlung war ja öffentlich, und mich hat das sehr interessiert, weil ich die beiden Opfer und auch den Täter persönlich kannte. Schade nur, dass sonst niemand aus der Region mitgekommen ist." Er habe Marlis und Erhard G. als "sehr ordnungsliebende Menschen" kennengelernt, "die nicht einfach einen Hammer in der Küche liegen lassen würden", wie es Uwe J. anfangs zu Protokoll gab. Erst später hatte er vor Gericht eingeräumt, die Tatwaffe im Auto mitgebracht zu haben. Während der Urteilsverkündung behielt Falk Fritzsche den Doppelmörder genau im Blick: "Er hat keine Träne vergossen. Er war eiskalt." Aufgrund der Schwere des Verbrechens hält der Großschkorlopper die Höchststrafe für "sehr gerecht".

Im Fernsehen und in der Zeitung hat Hans-Joachim Ellrich aus Eisdorf den Mordprozess verfolgt. "Es wurde höchste Zeit, dass unsere Gerichte mal anständige Strafen verhängen. Wenn man zwei unschuldigen Menschen mit einem Hammer den Kopf zerschmettert, kann man nicht so einfach davonkommen. Das hat es früher auch nicht gegeben. Lebenslänglich ist mehr als gerecht." Über die Regungslosigkeit und scheinbare Gefühlskälte des Angeklagten vor Gericht kann Hans-Joachim Ellrich nur den Kopf schütteln: "Das ist doch furchtbar, was er der ganzen Familie angetan hat. Der darf nicht mehr aus dem Gefängnis rauskommen."

Kitzens Ortsvorsteher Wolfgang Körner hat den Prozess in den Medien mitverfolgt und findet den Ausgang "mindestens gerecht". Er kannte das Paar schon lange - "einfache Leute, die keinen großen Freundeskreis hatten" - und auch deren Tochter, die vorübergehend mal in Kleinschkorlopp lebte.

Die Höchststrafe für den Täter findet auch Annegret Richter aus Pegau gerecht. "Aber egal, ob nun 15 oder 20 Jahre: Die Tat kann damit nicht rückgängig gemacht werden. Immerhin haben hier Kinder ihre Eltern und Enkel ihre Großeltern verloren. Das sollte man dabei nicht vergessen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.12.2013
Kathrin Haase

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