Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Hoffnung für Bläserphilharmonie und Leipziger Symphonieorchester
Region Borna Hoffnung für Bläserphilharmonie und Leipziger Symphonieorchester
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 29.12.2015
Die Sächsische Bläserphilharmonie. Quelle: Archiv
Anzeige
Bad Lausick/Böhlen

Begründete Hoffnung für die beiden Orchester im Landkreis Leipzig: Die Sächsische Bläserphilharmonie könnte in der Perspektive durch projektgebundene Fördergelder gesichert werden. Das ist das Ergebnis eine Gesprächs der CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf mit Monika Grütters (CDU), der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Damit könnten die vorhandene und begrenzten Kulturraummittel für das Leipziger Symphonieorchester (LSO) frei werden. Ein Gutachten im Auftrag der Landkreise Leipzig und Nordsachen hatte empfohlen, entweder beide Ensembles finanziell so auszustatten, dass die Musiker tarifgerecht entlohnt werden, wozu allerdings mehr Geld nötig wäre. Alternativ hatten die Gutachter die Abwicklung eines Orchesters nahegelegt.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Landgraf hatte deshalb am Rande einer Bundestagssitzung das Gespräch mit Grütters gesucht, die freilich Hoffnungen auf generelle Unterstützung der Bläserphilharmonie aus Bundestöpfen zerstreute. Der Bund fördere Musikformationen generell nicht permanent, so Grütters unter Verweis auf die einstige Rias-Bigband. Allerdings gebe es andere Fördertöpfe für konkrete Projekte. Landgraf: „Das würde sich dann über zwei, drei Jahre erstrecken.“ Wünschenswert wäre dabei, dass sich die ehemaligen Rundfunkbläser auch mit zeitgenössischer Musik profilieren könnten. Die Bläserphilharmonie hatte vor fünf Jahren im Gewandhaus die Kammeroper „Katharina von Bora“ uraufgeführt. Wenn die Bläser damit deutschland- und auch weltweit unterwegs wären, ließe sich eine entsprechende finanziell Absicherung aus Bundestöpfen möglich machen, so Landgraf weiter. Sollte das klappen, käme das am Ende auch dem LSO zugute.

Unterstützung bekommt die Bläserphilharmonie auch vom ehemaligen Torgau-Delitzscher Landrat Michael Czupalla (CDU). Der ist zwar weiterhin davon überzeugt, dass Musikfreunde aus Delitzsch oder Grimma im Ernstfall nach Leipzig ins Gewandhaus fahren, sieht in der Bläserphilharmonie aber ein einzigartiges Ensemble, das es zu erhalten gilt. Deshalb ist er mittlerweile Mitglied im Kuratorium der Bläserphilharmonie. „Man kann sehr schnell alles kaputt machen“, so Czupalla, der auch vom Gutachten, das den möglichen Umgang mit beiden Kulturraum-Orchestern untersucht, nicht begeistert ist. „Ich halte generell nicht viel von Gutachten.“ Czupalla möchte, dass sich alle Beteiligten recht schnell an einen Tisch setzen. Am Ende müsse eine Paketlösung stehen, die der Bläserphilharmonie wie dem LSO zugute käme.

Entscheidende Weichen dafür müssen im Januar auch in Berlin gestellt werden, macht Landgraf klar. Dann gibt es weitere Gespräche, bei denen die CDU-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Leipzig ihrem Parteifreund Marco Wanderwitz vertraut. Der 40-Jährige ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien, und er werde sich des Themas annehmen. Darüber hinaus müsse die Finanzierung beider Orchester auf breitere Füße gestellt werden, sagt Landgraf. Denkbar seine konkrete Verträge mit Unternehmen, die die Musiker finanziell unterstützen.

Von Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Straßenbrücke über die Pleiße in der Nähe von Feuerwehr und Stadion könnte der Stadt Regis-Breitingen noch arg zu schaffen machen. Nach einer Brückenprüfung des 60 Jahre alten Bauwerks ist die Kommune noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen – doch ein Neubau wird zwingend erforderlich.

28.12.2015

Die Großfamilie ist abgereist, der Weihnachtsbraten verdaut, die Geschenke ausreichend bewundert – und nun? Die Kinder haben noch eine ganze Woche Ferien, viele Eltern sind ebenfalls zu Hause. Also Zeit, etwas in Familie zu unternehmen. Hier einige Tipps.

28.12.2015

Eine farbenprächtige Weihnachtsrevue hat am Sonntag das russische Ensemble „Ivushka“ (Weidenbäumchen) auf die Bühne des Kulturhauses Böhlen gebracht. Lieder und Tänze, in den es auch akrobatische Einlagen gab, begleitet von Musikern mit Blalaikas und anderen original russischen Instrumenten nahmen die Besucher mit ins winterliche Russland von Väterchen Frost. Aber auch das deutsche „Stille Nacht, heilige Nacht“ erklang.

27.12.2015
Anzeige