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Borna Holger Biege im Volkshaus Pegau
Region Borna Holger Biege im Volkshaus Pegau
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18:40 18.03.2012
Holger Biege sang und spielte im Pegauer Volkshaus vor vielen Fans, die ihm seit Jahrzehnten die Treue halten. Quelle: Gislinde Redepenning
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Pegau

„Ich singe und spiele Klavier, ein großes Orchester habe ich nicht mitgebracht", erzählt Biege. Er freue sich jedenfalls, in Pegau zu sein, verteilte Komplimente an die „sehr hübsche, kleine Stadt" und fragte, ob er schon einmal dagewesen sei. „Zu DDR-Zeiten war ich fast überall." Seine Fans wussten es ganz genau: „Nein", schallte es mehrfach aus den Reihen. Die Brücke zwischen Künstler und Zuhörern, die seine Art des Vortrags, seine emotionale Intensität und seine volle, raumfüllende Stimme schätzen, war gebaut. „Und der Tag ist leis' gegangen", singt er, „Nimm mich so, wie ich bin" und „Will alles wagen", leidenschaftlich, kompakt und virtuos, zeitlos und doch ganz zeitgemäß. Sensible Liebeslieder, Sozialkritisches, Alltagssorgen, sein Spektrum an Themen behandelt auch die Zwischentöne. Sein Album „Zugvögel" aus den 90er Jahren, die Intensität und Tiefe seiner Texte, begeistern seit Jahrzehnten. Der Liedermacher hätte auch als Pianist überzeugen können, wären da nicht die technischen Probleme gewesen. Aus seinem Handicap mit dem Klavier macht er keinen Hehl. „Das nervt", unterbricht er schlicht einen Song. „Ich fange noch mal an. So eine Tastatur habe ich noch nicht erlebt, jeder Anschlag ist anders."Der Komponist, Sänger und Texter, 1952 in Greifswald geboren, erlangte in der DDR als mehrfacher Interpretenpreisträger größte Popularität. Seine Schallplatten erreichten Höchstauflagen und waren dennoch Raritäten. Viele seiner großen Songs, wie „Sagte mal ein Dichter" oder „Reichtum der Welt" wurden zu Hits und sind heute Klassiker. „Er hätte ein volles Haus verdient", seufzt Kerstin Plank aus Leipzig mit einem bedauernden Blick auf einige freie Plätze. Sie ist seit ihrer Teenagerzeit ein „Riesenfan".„Meine Mutter kellnerte vor fast 30 Jahren im Felsenkeller in Leipzig, als Holger Biege dort auftrat", erinnert sie sich. „Ich wurde damals auserkoren, ihm einen Blumenstrauß zu übergeben und stand schüchtern neben ihm, während er noch in sein Klavierspiel vertieft war. Als er mich bemerkte, gabs eine Umarmung und einen Kuss."Im Herbst startet Biege zu einer Jubiläumstournee. „Am 19. September wird er 60 Jahre alt und begibt sich aus diesem Anlass auf eine ganz besondere Konzertreise", erzählt seine Frau und Managerin Cordelia. „Als Bühnengast erwarten wir die vietnamesische Sängerin Ai Van, die jetzt in Amerika lebt. In den 80er Jahren haben sie zusammen gesungen, viele Fans aus dieser Zeit freuen sich schon jetzt auf das Wiedersehen mit der faszinierenden Interpretin."

Gislinde Redepenning

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