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Holpriger Start für gemeinsame Schule in Deutzen

Standortfrage Holpriger Start für gemeinsame Schule in Deutzen

Regis-Breitingen und Neukieritzsch streben einen gemeinsamen Oberschulstandort in Deutzen an, darauf hat sich die gemeinsame Arbeitsgruppe verständigt, die auf eine spätere Vereinigung der beiden Kommunen hinarbeitet. Hintergrund: Die Schule in Regis müsste bald saniert werden, wofür die Gemeinde kein Geld hat.

Der Schulstandort in Deutzen ist gefährdet, weil die dortige Grundschule bald nicht mehr genügend Schüler haben könnte.

Quelle: Archiv

Regis-Breitingen/Neukieritzsch. Der Schulstandort in Deutzen ist gefährdet, weil die dortige Grundschule bald nicht mehr genügend Schüler haben könnte. Mit einem gemeinsamen Schulstandort wäre also beiden Kommunen geholfen. Allerdings gibt es gleich in der Anfangsphase der gemeinsamen Planungen gegenseitige Verstimmungen. Es geht um eine Machbarkeitsstudie für den Schulstandort, die gemeinsam in Auftrag gegeben und finanziert werden soll. Nachdem die Arbeitsgruppe sich auf den Inhalt und die Verteilung der Kosten geeinigt hatte, brachte Regis-Breitingen kurz vor der Verabschiedung einer Vereinbarung Bedenken vor. Was dazu führte, dass im Neukieritzscher Gemeinderat der schon vorbereitete Beschlussantrag für kurzfristig von der Tagesordnung genommen wurde.

"Es geht um Neukieritzscher Vermögen", gibt Bürgermeister Wolfram Lenk (Linke) die Haltung des Regis-Breitingener Stadtrates wider. Wenn Regis die Machbarkeitsstudie beziehungsweise Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mit bezahlen soll, dann wolle die Stadt, dass auch ihr Schulstandort mit in die Untersuchung einbezogen wird. "Wir wollen, dass nicht nur die Kosten von Abriss, und Neubau oder Sanierung in Deutzen untersucht werden, sondern auch am Standort in Regis-Breitingen. Der zweite Einwand aus Regis betrifft die Finanzierung. Vereinbart werden sollte eine Aufteilung der Kosten nach Einwohnerzahl. Regis will, dass auch die Wirtschaftskraft mit einzogen wird, womit der Neukieritzscher Anteil steigen würde.

Wie hoch die Kosten für eine Studie sind, ist ohnehin noch nicht bekannt. "Sie werden aber um so größer, je mehr wir untersuchen lassen", kontert Neukieritzschs Bürgermeister Thomas Hellriegel (parteilos) den Regiser Wunsch, auch den dortigen Standort prüfen zu lassen. Außerdem wisse Regis schon von einer früheren Untersuchung, was ein Schulneubau kostet. Die Kosten würden in Deutzen kaum abweichen. Und über die Kostenverteilung für die Untersuchung, wundert sich Hellriegel, sei man sich schon einig gewesen.

Nun wird mit den Regiser Einwänden am Montag in der interkommunalen Arbeitsgruppe erneut über die Vereinbarung über eine gemeinsame Machbarkeitsstudie gesprochen. Regis glaubt an einen Kompromiss und hat das Thema schon für eine Sonderstadtratssitzung am Donnerstag vorgesehen. Auch Hellriegel hofft auf eine Einigung: "Wenn wir noch mehr Zeit verlieren, wird es für alle Beteiligten eng."

André Neumann

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