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House of Backstage in Volksplatz-Katakomben

House of Backstage in Volksplatz-Katakomben

Es war eine lange Nacht und die Gäste tanzten bis 4 Uhr morgens. Der Volksplatzverein lud am Samstagabend wieder zum mittlerweile traditionellen House of Backstage ein.

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Der Ton, Martin D, Alex E und DJJF (v.l.) sorgen für heiße Sounds in Borna.

Quelle: Nicole RathgeScholz

Borna. Für DJJF war es eine Premiere auf dem Volksplatz. "Eine befreundete Band hat mich hier rein gebracht", freute sich der 17-jährige Julian Franke, der mit Musik sein Geld verdienen will. "Auf richtige Arbeit habe ich einfach keinen Bock." Er besucht momentan die Akademie Deutsche POP in Berlin und absolviert dort eine Masterausbildung zum Elektro-Artist. "Ich habe die Musik von meinem Bruder übernommen, der vor zwei Jahren wegen seiner Ausbildung dieses Hobby aufgeben musste. Erst habe ich nur in der Familie gespielt und dann im P12 in Gaschwitz, wo meine Musik groß geworden ist", erzählte der Markkleeberger, der sich durch seinen Auftritt beim House of Backstage mehr Fans, Auftritte und Kontakte erhofft. Und schon wie ein Profi reiste er mit seiner Crew "Mix´d on Stage", mit Security und Technikern an. DJJF legte als erster an diesem Abend auf und löste Martin D ab, der seit 20.30 Uhr mit heißen Beats für die Einlassmusik sorgte und später in der Nacht erneut zwei Stunden am Pult stand.

 

 

Für die ersten 30 Gäste gab es ein Getränk umsonst. "Und zwar unseren bereits legendären Rhabarberschnaps", sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende André Plewnia und erklärte, weshalb sich die zahlreichen ehrenamtlichem Mitglieder des Vereins immer wieder neue, ganz verschiedene Events einfallen lassen. "Wir wollen den Bornaern Vielfalt bieten. Beim House of Backstage können die Leute zum Beispiel auch mal ausgelassen tanzen ohne weit mit dem Auto fahren zu müssen. Wir sind zwar von den Räumlichkeiten her kein Diskothek, aber bei uns kann man genau so gut feiern." Es motiviere die Ehrenamtler enorm, wenn die Besucher sagen, dass die Veranstaltung super war.

 

 

Neben Newcomer DJJF legten auch Der Ton vs. Alex E. im Bühnengebäude auf. "Wir sind jetzt das dritte Mal dabei und freuen uns immer wieder, weil das Klima hier einfach stimmt. Das Team ist toll und die Leute feierwütig", meinte Der Ton alias Toni Hüttner aus Regis-Breitingen, der in diesem Jahr den zweiten Platz beim DJ-Contest im Blue Frauendorf einheimste. Seit zwei Jahren arbeitet er fasst ausschließlich mit DJ Alex, Alexander Einsle, zusammen. "Wir haben den selben Musikstil und machen Tech und Deep House. Um diese Art Musik zu machen, braucht man einfach Taktgefühl, das kann man nicht lernen, dass muss einem in die Wiege gelegt werden", meinte Einsle, für den Musik sein Leben sei. "Man kann mit Musik all seine Emotionen ausdrücken, ob positive oder negative, das ist einfach genial."

 

 

Nadine Hoffmann aus Böhlen und Vanessa Zieat aus Rötha waren davon begeistert. "Wir sind schon seit vielen Jahren Fans der beiden DJs, sie haben sogar schon auf unserem Geburtstag gespielt. Sie machen Musik, zu der man richtig feiern kann, deshalb reisen wir ihnen auch hinterher, wenn sie in der Nähe spielen", sagten die beiden.

Zum Abschluss der Nacht legte Martin D alias Martin Dallmann aus Mölbis auf. Vor sieben Jahren entdeckte er diese Art von Musik für sich und war von Anfang an vom House of Backstage mit dabei. "Es gefällt mir hier so gut, dass ich finde, man könnte das Event auch aller drei Monate anbieten", meinte der Aufzugstechniker.

 

 

Wer am Sonnabend noch nicht genug von der Musik bekommen hat, hat am 6. Dezember die Möglichkeit beim Sound of Backstage zu den Beats von Straße 8, Meilenläufer, Kulturtod und den Infizierten Propheten zu feiern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.11.2014
Rathge-Scholz, Nicole

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