Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Hubschrauber und Lärm als Problem
Region Borna Hubschrauber und Lärm als Problem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:35 19.05.2015

Allerdings scheint klar, dass die Kritik am benachbarten Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus seitens der Gutachter der Chemnitzer Behörde weiter im Raum steht.

Zwar sei noch eine halbes Jahr Zeit, sagt Thomas Pfeifer, der Leiter des Jugendamts im Landratsamt. Es sei aber fraglich, dass das Amt in Chemnitz die aktuellen Planungen bestätige. Die sehen die Errichtung einer Kindertagesstätte mit 60 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen in der ehemaligen Schwesternschule vor (die LVZ berichtete). Daran ist sowohl das Krankenhaus interessiert, weil es viele Mitarbeiter hat, die durch den Schichtbetrieb auf eine über die Normalzeiten hinausgehende Betreuung ihres Nachwuchses angewiesen sind, als auch die Stadt, in der aktuell etwa 60 Krippenplätze fehlen. Jugendamtsleiter Pfeifer erklärte jetzt, dass den Prüfern der Chemnitzer Behörde nicht nur der Hubschrauberlandeplatz, der allerdings nur wenige Male im Monat angeflogen wird, sondern auch die benachbarte Bundesstraße 95 ein Dorn im Auge ist.

Das mag Constanze Jacob, Assistentin der Geschäftsführung in der Heliosklinik und für das Projekt zuständig, so nicht bestätigen. Es gebe weitere Gespräche, und möglicherweise müssten die Planungen für die Kindertagesstätte verändert werden. Klar sei aber, dass das Krankenhaus großes Interesse an dem Projekt habe.

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sagt, die Klinik müsse ihre Planungen noch einmal überarbeiten.Es sei aber keineswegs so, dass die Kindertagesstätte zu stark von Lärm betroffen sei, weil etwa daran gedacht sei, in dem Gebäude eine Lüftungsanlage zu installieren, die die Öffnung der Fenster weitgehend vermeidbar mache. Außerdem sei die Errichtung einer Lärmschutzwand zwischen dem Hubschrauberlandeplatz und der Krippe möglich. Hinzu komme, dass die Kindereinrichtung ausschließlich in der unteren Etage des Gebäudes unterkommen soll, sagt Luedtke. Darüber befinde sich das Archiv des Krankenhauses.

Sollte das alles nichts nutzen und die Chemnitzer Behörde am Ende tatsächlich Nein zu dem ambitionierten Projekt sagen, bleibe nur der städtische Plan B. Dabei handelt es sich um den Erwerb eines Grundstücks in der Pawlowstraße, auf dem dann eine Kindertagesstätte errichtet würde. Die Sache hat allerdings einen Pferdefuß: die Kosten, die mit zweieinhalb Millionen Euro etwa 700 000 Euro über denen liegen würden, für die die Nutzung des Klinikgebäudes aufgebracht werden müssten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2013

Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ganz neu, aber doch wie immer feierten die Audigaster am Wochenende ihr Dorf- und Kinderfest. Der verschlammte Sportplatz war noch immer nicht festtauglich, also wichen die Heimatfreunde in den Garten des Vereinshauses aus.

19.05.2015

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, sexy Mädchen, getunte Automobile, Partystimmung und noch vieles mehr gab es von Freitag bis Sonntag auf dem Witznitzer Hartplatz zu sehen und zu erleben.

19.05.2015

Kitzscher/Braußwig. Fußball auf höchstem Niveau: Wovon man heute in der Bornaer Region kaum zu träumen wagt, war in den 70er Jahren Realität: Die BSG Aktivist Espenhain schaffte in der Saison 1972/73 den Aufstieg in die Bezirksliga und zwei Spielzeiten später in die zweithöchste DDR-Spielklasse.

19.05.2015
Anzeige