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Hundertjährige in Borna erfolgreich operiert

Knopflochchirurgie Hundertjährige in Borna erfolgreich operiert

Als die 100-jährige Hilda Baldauf vor einer Woche als Notfall in das Bornaer Sana-Klinikum eingeliefert wurde, musste das Team der Chirurgie schnell entscheiden. Das hohe Alter der Patientin und die akute Erkrankung der Gallenblase ließen bei den Ärzten alle Alarmglocken schrillen.

Das Sana-Klinikum in Borna.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna/Tautenhain. Als Hilda Baldauf vor einer Woche als Notfall in das Bornaer Sana-Klinikum eingeliefert wurde, musste das Team der Chirurgie schnell entscheiden. Das hohe Alter der Patientin und die akute Erkrankung der Gallenblase ließen bei den Ärzten alle Alarmglocken schrillen. Unterdessen scherzen sie mit der Hundertjährigen, die schnell wieder in ihr kleines Häuschen in Tautenhain zurück möchte. „Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen“, sagte am Montag Oberarzt Thomas Bürkigt. Obwohl der Eingriff erst eine Woche zurückliege, könne die Patientin mit ruhigem Gewissen bereits wieder entlassen werden.

Ermöglicht wurde der schnelle Genesungsprozess durch ein Operationsverfahren, das landläufig als Knopflochchirurgie bezeichnet wird. „Damit können wir selbst hochbetagte Patienten auf moderne Art versorgen“, sagte Chefarzt Kay Kohlhaw. Über vier kleine Zugänge sei die schwerst entzündliche Gallenblase entfernt worden. Das Verfahren würde rund um die Uhr zur Verfügung stehen. „Es wird von jedem diensthabenden Operateur im Team der Visceralchirurgie angeboten“, versicherte Kohlhaw. Rund 200 Operationen an der Gallenblase, geplante und akute wie die von Hilda Baldauf, würden jährlich in der Bornaer Chirurgie durchgeführt. Rippenbogenschnitte, die nach der Operation das Atmen erschweren und eine langen Heilungsprozess auslösen, seien nicht mehr notwendig. Aber der schnelle Genesungsprozess von Hilda Baldauf sei nicht nur das Werk der Operateure, sondern des gesamten Teams, dem es gelungen sei, die Seniorin schnell wieder zu mobilisieren.

Die Tautenhainerin genießt die Aufmerksamkeit, möchte aber schnell zurück in ihr Leben, in dem sie bislang ohne Krankenhausaufenthalte auskam. Mit Hilfe ihrer Familie meistert sie den Alltag relativ selbstständig. Für ihr rüstiges Alter hat die grauhaarige Frohnatur natürlich ein Rezept. „Klopft die Freude an die Fenster, lass sie ein ...“ zitiert Baldauf einen Vers. Botschaft des Reims: Freude ins Herz zu lassen, um sie weitergeben und zurück empfangen zu können. In der Klinik sei sie sehr freundlich behandelt worden. Dennoch sei sie froh, gesünder als zuvor den Heimweg anzutreten.

Von Birgit Schöppenthau

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