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Borna Hundesportschule belebt Hartplatz wieder
Region Borna Hundesportschule belebt Hartplatz wieder
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00:23 14.09.2018
Sabine Bremer mit ihren zwei Hunden Keksi und Juki. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Jahrelang wucherte das Unkraut, verfielen Tore und Technik. Nun hat der Hartplatz in der Gauliser Straße in Böhlen eine neue Bestimmung gefunden. Ab Anfang Oktober bevölkern Hunde und deren Besitzer die Fläche, Hundetrainerin Sabine Bremer verlegt ihren Sitz von Markkleeberg nach Böhlen und eröffnet die Hundesportschule Dogaholics.

Größeres Areal in Böhlen bietet neue Möglichkeiten

„Das Areal hier ist deutlich größer, was wiederum bedeutet, dass es hier ganz andere Möglichkeiten für uns gibt“, begründet die 39-Jährige ihren Umzug. 7000 Quadratmeter stehen ab sofort für Zwei- und Vierbeiner zur Verfügung, um Sport zu treiben, was die Hundebeine hergeben. Viele ihrer Kunden werden Bremer sicherlich zum Hartplatz folgen, um Agility zu lernen, Trickdogging und Reitbegleithundetraining zu absolvieren. Was zukünftig nicht mehr zur Angebotspalette von Bremer gehört, sind die Welpenschule und Erziehungskurse.

Training mit Hunden und Pferden

„Ich wollte mich gerne auf den Sport konzentrieren, weil ich auch selbst aktiv dabei bin“, erzählt die zweifache Hundebesitzerin. Allerdings arbeite nicht nur sie mit den Familienhunden Keksi und Juki, ein Jack Russel Terrier und ein Border Collie, sondern auch ihre neunjährige Tochter. Zudem nennt die von der IHK zertifizierte Hundetrainerin vier Pferde ihr Eigen, mit denen sie unter anderem die Westernreitdisziplin Horse & Dog Trail trainiere.

Dabei müssen sowohl der Hund als auch das Reiter-Pferd-Gespann in harmonischer Zusammenarbeit einen Geschicklichkeitsparcours bewältigen. Hindernisse können dabei ein Tor, eine Brücke und Stangen sein. Alle Varianten sind den alltäglichen Hürden eines Westernreiters nachempfunden.

Wer nicht gerade im Westernreitstil unterwegs ist, sondern lediglich einen Hund braucht, der im Gelände brav am Pferd mitläuft, kann sich auch für das Reitbegleithundetraining entscheiden. „Anfangs kann man das gut mit Fahrrad und Hund üben, bevor es aufs Pferd geht“, erklärt die Hundetrainerin. Und wer nicht viel mit Pferden am Hut hat, kann sich bei Dogaholics mit Agility beschäftigen – eine aus England kommende Hundesportart, bei der es gilt, einen immer anders gestellten Hindernisparcours zu überwinden. „Die einzigen erlaubten Hilfsmittel dabei sind die eigene Stimme und Körpersprache, Mensch und Hund müssen also als Team zusammen arbeiten“, macht Bremer deutlich.

Vor dem ersten Training stehen noch Arbeiten an

Bevor die Hundetrainerin auf dem Hartplatz jedoch loslegen kann, sind einige Arbeiten zu erledigen. Vorrangig Rasen mähen, Zaun bauen und Treppe anlegen. „Es war schon ganz schön was zu tun hier, das Gelände war ziemlich verwildert.“ Was noch fehle, seien eine von der Stadt zugewiesene Hausnummer und Strom. Zwar habe der Platz mehrere Flutlichter, allerdings seien die mehr als unbrauchbar mittlerweile.

Platz gehörte einst zur Werner-Seelenbinder- Kampfbahn

Der Hartplatz gehörte einst zur Werner-Seelenbinder- Kampfbahn (WSK), die wiederum aus dem Fortunapark hervorging – Anfang des 20. Jahrhunderts ein Ausflugsziel für die Leipziger. Um die Jahre 1950/51 wurden Stadion und Hartplatz angelegt. Zudem entstanden zwei Tennisanlagen, eine Rollschuhbahn und eine Kegelbahn. Diese wurden aber schon Ende der 70er Jahre nicht mehr genutzt.

Fußballer konzentrierten Training auf Gelände an der Jahnbaude

Aufgrund des Erweiterungsbaus des Beruflichen Schulzentrums Böhlen verschwanden 1999 zuerst die unteren Tennisplätze und das Stadion. Auf dem ehemaligen Rasenplatz der WSK entstand 2006 für die Stammschule des BSZ eine moderne Freisportanlage, die ehemalige „Fortuna- Villa“ wurde von einem privaten Investor zum Wohnhaus umgestaltet. Einige Jahre lang nutzten die Fußballmannschaften des SV Chemie Böhlen den Hartplatz, weil er eben über eine Flutlichtanlage verfügte. Doch 2014 war damit Schluss, der Verein stellte die Pflege ein und konzentrierte sein Training auf das Gelände an der Jahnbaude.

Von Julia Tonne

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