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Borna Hundesteuer in Kitzscher steigt nächstes Jahr um 20 Prozent
Region Borna Hundesteuer in Kitzscher steigt nächstes Jahr um 20 Prozent
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13:45 04.04.2018
In Kitzscher zahlen Hundehalter ab dem kommenden Jahr eine höhere Steuer. Quelle: Philipp Anders
Kitzscher

Halter von Hunden in Kitzscher müssen ab dem kommenden Jahr eine erhöhte Hundesteuer bezahlen. Laut Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) verfolge die Verwaltung damit nicht vordergründig das Ziel, die Einnahmen zu erhöhen. Es gehe vor allem darum, Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

Steuer steigt von 40 auf 48 Euro

Der Stadtrat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstagtagabend eine Änderung zur Hundesteuersatzung, die im nächsten Jahr wirksam wird. Dann kostet die Steuer für einen Hund im Jahr 48 statt bisher 40 Euro, jeder weitere Hund kostet 96 statt bisher 80 Euro. Eine Erhöhung um immerhin 20 Prozent.

Da die Steuer monatlich abgerechnet werde, erklärte Kämmerin Simone Schubert, entstanden bisher teils „krumme Beträge“. Mit den neuen Steuersätzen komme man nun beim ersten Hund auf vier Euro im Monat.

Hundemarke gibt es nur noch einmal

Eine Veränderung wird auch bei der Ausgabe der Hundemarke eingeführt. Die wurde bisher alle zwei Jahre für jeden steuerpflichtigen Hund ausgegeben. Künftig wird die Stadt nur noch einmal eine dauerhaft gültige Hundemarke aushändigen. Sollte die einmal verloren gehen, erläuterte Schubert auf Anfrage von Stadtrat Lothar Kunath, bekomme der Halter für acht Euro eine neue ausgestellt.

Durch das neue Verfahren mit den Hundemarken verspricht sich die Stadt eine Einsparung von rund 350 Euro in zwei Jahren. Außerdem sollen künftig keine Hundesteuerbescheide mehr verschickt werden, es soll nur noch eine öffentliche Bekanntmachung geben. Das Aufkommen an Hundesteuer selbst wächst bei rund 370 Hunden in der Stadt um reichlich 2200 Euro im Jahr. Die Neuregelung sei laut Schramm damit auch „im Sinne der Arbeitsgruppe für sparsame Haushaltführung“, wie er sagte.

Stadträte mit Hund durften mit abstimmen

Eine Irritation gab es bei der Abstimmung. Stadtrat Torsten Uhlig hatte nicht mit abgestimmt und warf erst hinterher die Frage der Befangenheit auf mit der Begründung: „Ich habe einen Hund.“ Schramm meinte scherzhaft: Dann dürften wir alle nicht abstimmen. Uhligs Stimme hatte er als Zustimmung schon mitgezählt.

Es gebe keine Befangenheit von Hundehaltern, stellte das Stadtoberhaupt fest. Die Abstimmung wurde wiederholt. Es blieb bei zwei Gegenstimmen, alle anderen Abgeordneten waren für die Neuregelung.

Von André Neumann

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