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Borna Idee für Nutzung des Areals am Breiten Teich in Borna: als Standort für ein Freibad
Region Borna Idee für Nutzung des Areals am Breiten Teich in Borna: als Standort für ein Freibad
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20:00 29.03.2017
Der Abriss des Freibads in der Wyhraaue ist beschlossene Sache. Vielleicht ist ja ein Neubau am Breiten Teich eine Überlegung wert. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Wenn der Bornaer Stadtrat am Donnerstag zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt, dürfte ein Thema wieder viel Zeit einnehmen: die mögliche Ansiedlung eines Discounters am Breiten Teich. Neuen Schwung könnte eine Idee in die Debatte bringen, die vom ehemaligen Schwimmmeister des Jahn- und Freibades, Wolfgang Daum, kommt. Und die dieser den Stadträten in einem Schreiben schmackhaft machen will.

Da der Masterplan aus dem Jahr 2010 das Areal am Breiten Teich als Naherholungsfläche vorsieht, schlägt er vor, auf dem strittigen Grundstück ein Freibad entstehen zu lassen. Mit Wettkampf- und Kinderbecken, Imbiss samt Biergarten, Parkplätzen, Umkleiden und Rutsche. „Einige Stadträte hatten nach dem Bürgerentscheid zum Freibad versprochen, das Thema nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Jetzt wäre die beste Gelegenheit, es wieder aufzugreifen“, sagt Daum. Er hält das Grundstück an der Sachsenallee für optimal geeignet. Zudem sei es möglich, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der kontaminierte Boden müsste ohnehin ausgehoben werden. Und anstatt hinterher wieder zu verfüllen, könnten gleich die Becken eingelassen werden.

Für ihn bleibt unstrittig, dass Borna wieder ein Freibad braucht, „ein solches wäre Aushängeschild für die Große Kreisstadt“, betont Daum. Er kritisiert zudem, dass die Stadträte bisher keine eigenen Ideen gebracht hätten, was mit dem Gelände am Breiten Teich passieren solle. „Immer nur hören die Bornaer von der Ansiedlung eines Supermarktes, andere Überlegungen kamen noch nicht aufs Tablett“, macht er deutlich. Dabei gab es längst Ideen und Vorschläge – aber eben von Seiten der Bevölkerung. Für ihn daher unverständlich, dass ein Bürgerentscheid zu dem Thema abgelehnt worden ist.

Ob eine Gaststätte, ein Stadthaus, Festplatz oder doch ein Areal, mit dem sich Borna erneut für eine Landesgartenschau bewerben könnte, die Vorschläge der Bornaer sind vielfältig. „Dass aber der Stadtrat nur die eine Option – den Verkauf an Aldi – diskutiert, ist ein Trauerspiel.“ Selbst der Geschäftsführer der Städtischen Werke, Jan Hoppenstedt, hatte vor geraumer Zeit schon einmal ins Spiel gebracht, er könne sich eine touristische Nutzung eher vorstellen, allerdings erklärte er auch, dass sich der Stromversorger den Plänen der Stadt nicht in den Weg stellen wolle. Den SWB gehört ein Teil der Fläche am Breiten Teich. Wobei es Hoppenstedt auch für durchaus machbar hielte, den Bornaer City Beach, der in diesem Jahr seine dritte Auflage erlebt und den die SWB zusammen mit der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft organisieren, längerfristig im Jahr am Breiten Teich zu ermöglichen.

Daum hofft, dass die Stadträte nicht gegen den Willen der Bevölkerung beschließen, die Stadt solle das Grundstück an Aldi verkaufen. „Die Räte müssen selbst Ideen bringen und sich nicht mit der einen Option zufriedengeben, weil es bequem ist“, fordert er.

Von Julia Tonne

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