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Borna Ideen für Pegauer Stadtmauer und Wehrtürme gefragt
Region Borna Ideen für Pegauer Stadtmauer und Wehrtürme gefragt
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11:24 03.07.2018
Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (li.) war einer von mehreren Zuhörern im Rathaussaal über die Geschichte und Rolle der Stadtmauer. Quelle: Hans-Hermann Koch
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Pegau

Die Stadt Pegau möchte ihre historische Stadtmauer erlebbar machen. Dazu soll es einen Architekturwettbewerb geben, den die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) als Sanierungsträger begleitet.

Aktueller Zustand der Mauer muss erfasst werden

Voraussetzung für diesen Wettbewerb ist eine Erfassung des aktuellen Zustandes der Mauer. Darüber sprach kürzlich Arnulf Dähne von der pons-asini-Restauratoren-Partnergesellschaft aus Altenburg. Seinen Worten zufolge war Pegau schon Anfang des 14. Jahrhundert ordentlich befestigt. Dafür spreche die Tatsache, dass Markgraf Diezmann nach der Schlacht bei Lucka 1307, in der die Wettiner gegen die königlichen Besatzungstruppen siegten, einige Tage die Stadt belagerte, bevor er sie einnehmen konnte.

Stadt Pegau favorisiert Stück-für-Stück-Lösung

In der bisher ältesten Darstellung Pegaus, den Bildern aus den Reiseberichten des Pfalzgrafen Ottheinrich aus dem Jahre 1537, sei hinter dem Gestrüpp keine Stadtmauer deutlich erkennbar. Erst in den Stadtansichten von Wilhelm Dilich sind 1628 deutlich Mauern und überdachte Wehrtürme zu sehen, so Dähne weiter.

Die Pegauer Stadtmauer wurde im 15./16. Jahrhundert in Ziegelbauweise errichtet und war etwa 1,5 Kilometer lang. Quelle: Julia Tonne

Laut Expertenmeinung sollen die Stadtmauerreste dringend erhalten und renoviert werden. Um eine Kostenexplosion zu vermeiden, schließt die Stadt Pegau eine Stück-für-Stück-Lösung über einen längeren Zeitraum nicht aus. Ganze Teile wie um das nordwestliche Bollwerk im Stadtpark könnten kurzfristig begehbar gemacht und mit Infotafeln ausgestattet und/oder Teil eines Rundweges längs der Stadtmauer werden.

Mauerteile gehören Grundstücksbesitzern

Anwohner aus der ehemaligen Gärtnerei Kühn und der Schloßstraße verfolgten mit großem Interesse die Ausführungen im Rathaussaal. Anwohner, die in ihren Grundstücken Besitzer und damit verantwortlich für Turm und Mauer sind. Sämtliche Fragen zur weiteren Gestaltung der Stadtmauer bis hin zu einem möglichen Kauf der Mauer durch die Stadt werden im Verfahren mit den beteiligten Eigentümern besprochen.

Ideen fließen in Architekten-Wettbewerb ein

Daniel Binder, Besitzer des Grundstückes neben dem neuen Feuerwehrgerätehaus, brachte gleich eine mögliche Nutzung seines Wehrturmes mit PC und Beamer auf die Leinwand. Diese fand große Beachtung und soll in die Ideen des Architektenwettbewerbes einfließen. Liegen die Ergebnisse der Architekten vor, werden diese im nächsten Jahr öffentlich vorgestellt.

Von Hans-Hermann Koch

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