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Idylle am Hainer See und ein Müllproblem

Idylle am Hainer See und ein Müllproblem

Fährt man von Rötha aus durch Espenhain, geht es rechts zum Hainer See. Nach zwei Kreisverkehren geht es zu einem großzügigen Parkplatz. Von dort sind es zu Fuß etwa 400 Meter bis zum Ufer.

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Der Müll am Hainer See ist ein echtes Problem: Viele Badegäste lassen ihn einfach am Ufer liegen.

Quelle: UIrike Wolf

Espenhain. Eine asphaltierte Straße führt entweder zur Baustelle des neuen Campingplatzes oder zum Geheimtipp vieler Röthaer und anderen Badegästen - indes, der Strand auf der Röthaer Seite ist noch nicht erschlossen, hat etwas wildes, einsames an sich.

Der Wind bewegt das hohe Schilfgras, nach einem Kiefernstreifen gibt es feinen Sand, dazu Sanddornbüsche. Ostseestimmung steigt beim Anblick der robusten Sträucher und beim Rauschen der Wellen auf. Doch an manchen Stellen des Ufers ist es wenig romantisch. Am Strand liegt Müll. Es gibt keine Papierkörbe. Verpackungen, kaputte Glasflaschen, alte Windeln und Dosen sammeln sich auf dem Boden.

Für die Ruhe, die es hier gibt, nehmen Besucher das Übel in Kauf. "Uns gefällt der See sehr gut, aber der Müll ist schon ein Problem, das stört uns", sagt Ina Kluge (43). Sie ist mit ihrem Mann und den Kindern Alexander (19) und Antonia (13) aus Limbach-Oberfrohna hergekommen. "Freunde haben eine Radtour um den See gemacht und waren begeistert, jetzt wollen wir auch die Gegend erkunden", ergänzt Familienvater Marco Kluge (45). Rund 30 Minuten haben sie über die A 72 hierher gebraucht. "Wir denken, dass es in zehn Jahren, wenn hier alles gewachsen und gestaltet ist, eine tolle Gegend sein wird", sagt Ina Kluge.

Auch aus Chemnitz kommen Fans an den Hainer See. "Ich schwimme wahnsinnig gern. Vor drei Jahren bin ich das erste Mal hier gewesen und komme immer wieder", sagt Petra Fröhlich-Özkan, die mit Freunden die Leipziger Seenlandschaft erkundet. "Wenn ich hier zum Baden bin, nehme ich meinen Müll wieder mit. Das sollten alle tun." Die Chemnitzerin wäre auch gern bereit, ein Park- oder Eintrittsgeld zum See zu zahlen, wenn dafür die Abfälle verschwinden würden.

"Heute ist der Wind gut, am Cospudener See war es mir zu voll", sagt Michael Möbius aus Markkleeberg, der zum Kite-Surfen an den See gekommen ist. Die Wasserqualität des drittgrößten Sees der Gegend ist laut EU-Badegewässerrichtlinie gut, eignet sich zum Baden und zum Surfen. Der Strandbereich auf der Röthaer Seite gehört zur Blauwasser GmbH, einer Tochtergesellschaft der Blausee GmbH. Seit Ende letzten Jahres arbeitet die Blauwasser GmbH an der Erschließung und Gestaltung eines Campingplatzes. Wasser- und Stromleitungen wurden bereits verlegt. "Der Campingplatz soll in die Landschaft integriert und terrassenförmig angelegt werden", erklärt Sarah Günther, Mitarbeiterin der Blauwasser GmbH. Noch in diesem Jahr soll das Gelände für Camper eröffnet werden. Laut Günther soll auch am Strand frischer Sand aufgeschüttet werden, so dass sich die Gäste wohlfühlen. Der Blauwasser GmbH und auch der Stadt Rötha ist das Müllproblem am See bekannt. Rötha versucht dagegen anzugehen. Aber: "Uns gehört lediglich der Parkplatz", sagt Werner Siedersleben vom Ordnungsamt Rötha. Immer wieder rücken die Mitarbeiter vom Bauhof und vom Columbusverein aus, um aufzuräumen. "Wir haben es aber auch mit Vandalismus und Diebstahl zu tun", so Siedersleben. Bäume wurden abgeknickt, Feuer entzündet, selbst Gullideckel geklaut. Mit der Belebung der Gegend erhofft sich auch die Blauwasser GmbH, dass solche Vorkommnisse seltener werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.08.2014
Ulrike Wolf

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