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Borna Illegale Abkürzungen durchs Stadtgebiet
Region Borna Illegale Abkürzungen durchs Stadtgebiet
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14:58 23.02.2010
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Regis-Breitingen

Mit der Sanierung wurde auch die Verkehrsführung geändert - was für Verwirrungen sorgt. Und zu illegalen Abkürzungsversuchen durch dichtes Wohngebiet führt. Der Technische Ausschuss des Stadtrates hat eine Anordnung an das Polizeirevier Borna in Auftrag gegeben. Darin wird um Verkehrskontrollen im Umfeld der aufgrund einer Baustelle gesperrten Bornaer Straße gebeten. Edith Schumann vom Ordnungsamt Regis-Breitingen schickte die Eingabe ab und zeigte sich skeptisch: „Ob das Polizeirevier weiterhelfen kann, ist bei der Personalsituation fraglich." Anwohner sind empört über die seit Wochen anhaltende Verkehrssituation. Statt die ausgewiesene Umleitung durch das Gewerbegebiet für die gesperrte Bornaer Straße zu nutzen, biegen viele links in die Auenstraße ein - entgegen der Fahrtrichtung der Einbahnstraße. In der engen Straße passen nur an bestimmten Stellen zwei Autos aneinander vorbei. Dazu kommen zwei Kurven, in denen Autofahrer überhaupt keine Einsicht haben, ob ihnen ein Fahrzeug entgegenkommt. Neben den Beinahe-Autounfällen in der letzten Zeit geht es auch um die Fußgänger: Es gibt zwar einen farbig markierten Fußweg in der Auenstraße, dieser liegt jedoch auf gleicher Höhe mit der Straße und muss zwangsläufig von aneinander vorbeifahrenden Autos mitbenutzt werden. Die Straße fegen, rückwärts ein- oder ausparken oder gar mit den Kindern die Straße entlang laufen - das sei für die Anwohner längst passé, weil viel zu gefährlich. Dazu kommen noch mehr und mehr durchfahrende Rettungswagen - die sich wie die Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung den kürzesten Weg suchen. „Muss denn erst was passieren?", fragt auch Stadtratmitglied Dieter Kipping (SPD), der als Anwohner gegenüber des Freibades selbst Betroffener ist. Um die ausgewiesene Umleitung zu umgehen, würden auch in der Tempo 30 Straße Am Freibad viele „Raser mit dem PKW durchschmieden". Kipping ärgert sich über die Unverbesserlichen, die auf Kosten der Anwohner „ein Schnapsglas Benzin sparen" wollen. Aber zumindest hätte sich die Situation mit den LKWs beruhigt. Deren Fahrer hätten nämlich registriert, dass der Straßenverlauf am Freibad ganz einfach zu eng ist. Für Kipping ist alles eine Frage der Kontrolle und er plädiert ebenfalls für einen Einsatz von Verkehrspolizisten in der Auenstraße und Am Freibad. Der Regiser Bauamtsleiter Uwe Zetzsche hat bei der Thematik zumindest die „Hoffnung", dass mit Öffnung der Bornaer Straße die Autofahrer diese auch wieder nutzen. Und dass eingefahrene Abkürzungen nicht weiterhin genutzt werden. Zetzsche wartet auch auf ein baldiges Ende des Frostes, mit dem die seit September letzten Jahres gesperrte Straße wieder geöffnet werden könnte. Um den schwarzen Schafen unter den Autofahrern beizukommen, plädiert auch Zetzsche für Kontrollen der Polizei.

Thomas Voigt

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