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Borna Illegale Großplantage für Marihuana-Zucht in Borna von Polizei ausgehoben
Region Borna Illegale Großplantage für Marihuana-Zucht in Borna von Polizei ausgehoben
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16:38 06.03.2018
Blick in die Lagerhalle auf dem Bornaer Firmengelände. Einsatzkräfte stellten dort eine Indoor-Plantage, in der Marihuanapflanzen angebaut wurden, fest. Die Beamten beschlagnahmten mehr als 3000 erntereife Pflanzen. Quelle: LKA Sachsen
Borna

Zu dem aufsehenerregenden Polizeieinsatz in Borna am Donnerstag hat das Landeskriminalamt (LKA) mitgeteilt, dass sich die Maßnahmen auf eine illegale Großplantage bezogen. Die Einsatzkräfte fanden auf einem Firmengelände in einer von zwei dort befindlichen Lagerhallen eine Indoor-Plantage, in der Marihuanapflanzen angebaut wurden. Die Beamten stellten mehr als 3000 erntereife Pflanzen fest und beschlagnahmten diese entsprechend. Die Plantage wurde offenkundig mittels eines Computersystems gesteuert und überwacht. Der Ertrag aus einer Ernte hätte ein Volumen von etwa 100 Kilogramm, was einem Marktwert von mehreren 100 000 Euro entspricht, teilte das LKA am Freitag mit.

Auf diesem Firmengelände direkt an der Staatsstraße 50 zwischen Borna und Deutzen befand sich die illegale Plantage. Quelle: André Neumann

Im Zuge der Maßnahme wurde am Einsatzort ein polnischer Bürger festgestellt und vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig wurde gegen den Mann durch das zuständige Amtsgericht die Untersuchungshaft wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz am Freitag angeordnet.

Die Ermittlungen dauern gegenwärtig noch an. Weitere Auskünfte zum Sachverhalt können aus diesem Grund derzeit nicht gegeben werden, so ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Das Firmengelände gehörte zu ehemaligen Rekultivierung an der viel befahrenen Straße zwischen Borna und Deutzen direkt neben dem Wertstoffhof. Dort fahren täglich mehrere tausend Autos vorbei.

An dem Einsatz waren neben den Einsatzkräften und Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes Sachsen auch zahlreiche Kollegen der Polizeidirektion Leipzig, des Bornaer Reviers, der Bereitschaftspolizei, des Polizeiverwaltungsamtes und Angehörige des Zollfahndungsamtes beteiligt. Insgesamt waren mehr als 140 Beamte im Einsatz.

Petric Kleine, Präsident des LKA Sachsen erklärte: „Marihuana stellt in Sachsen das am häufigsten konsumierte Betäubungsmittel dar. Uns ist mit dieser Sicherstellung ein Schlag gegen den illegalen Handel dieser Droge gelungen, deren Gefährlichkeit und Suchtpotenzial leider immer wieder unterschätzt wird.“

Von André Neumann

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