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Im Bornaer Haushalt klafft 3,6-Millionen-Euro-Loch

Im Bornaer Haushalt klafft 3,6-Millionen-Euro-Loch

Die Stadt Borna wird in diesem und den nächsten Jahren unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise leiden. Das hat Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) beim Neujahrsempfang der Stadt am Sonnabend klargemacht.

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Oberbürgermeisterin Simone Luedtke bei der Neujahrsansprache in der Gymnasiumsaula.

Quelle: Günther Hunger

Borna. Im Verwaltungshaushalt klaffe ein Loch von 3,6 Millionen Euro. Zugleich verwies sie vor Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft sowie von Institutionen und Vereinen auf Erfolge im letzten Jahr. Dass sich die Zeiten ändern, machten drei harte Akkorde deutlich, mit denen Schüler der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“ den Neujahrsempfang einleiteten. Wo in früheren Jahren eher klassische Klänge zu hören gewesen wären, hämmerten die Musikschule „Smoke on the Water“ der britischen Rockband Deep Purple in die Aula des Teichgymnasiums, wo der Neujahrsempfang 2010 stattfand. Schulleiterin Margitta Schade sprach von einer Ehre für ihre Bildungseinrichtung und verwies auf die zahlreichen baulichen Veränderungen an der Schule. Die Mundartbühne Borna, eine Laienspielgruppe, die sich mit Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig der Pflege der heimatlichen Sprache verschrieben hat, gab Kostproben ihres Können. Vor allem aber gab Oberbürgermeisterin Luedtke die Richtung für die nächsten Jahre vor, was keineswegs Anlass für übermäßige Freude bietet. Immerhin fehlen im Verwaltungshaushalt für 2010, der dem Stadtrat im nächsten Monat vorgelegt werden soll, aktuell 3,6 Millionen Euro. Das sei eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, durch die die kommunalen Finanzen auf die schlimmste Krise der Nachkriegszeit zusteuerten. Bund, Freistaat und Landkreis seien dabei, ihre Einnahmeausfälle an die Kommunen durchzureichen, so Luedtke. Für Borna gehe es deshalb darum, sämtliche Alternativen und Einsparpotenziale zu prüfen, „ohne massive Eingriffe in den freiwilligen sozialen Bereich vorzunehmen“.Es sei aber schon jetzt klar, „dass manche Wünsche deutlich nach hinten geschoben oder vollständig gestrichen werden müssten“. Und die Oberbürgermeisterin weiter: „Alles, wirklich alles, was wir in der Zukunft vorhaben, muss auf den Prüfstand der Finanzierbarkeit.“ Der eigentliche Tiefpunkt bei den kommunalen Finanzen werde aber erst in den nächsten Jahren kommen.Eine weitere Herausforderung der nächsten Jahre bestehe in der Erarbeitung eines Leitbildes, wobei auch die Bürger mit einbezogen werden sollten. Demnächst gründe sich ein Bürgerverein, der sich diesem Thema widmen werde.Luedtke erinnerte an die Veränderungen im letzten Jahr. Dazu gehörten die Aufwertung des Gebietes rund um den Breiten Teich ebenso wie die Modernisierung und Sanierung des Volksplatzes. Der profitiere von der Neugestaltung des Parkplatzes Apfelwiese ebenso wie das neue Sportzentrum im Norden der Stadt, zu dem mit der neuen Dreifelderhalle ein weiterer Baustein hinzugefügt werde. Auf der Habenseite könne dank Efre(Europäischen Fonds für regionale Entwicklung)-Programm und Konjunkturpaket II auch die Neugestaltung des innerstädtischen Wegenetzes entlang der Wyhra sowie zwischen Breiter Straße und Grabengasse verbucht werden.In diesem Jahr, so die Oberbürgermeisterin, seien der Beginn der Schwimmhallensanierung und des Grundschulneubaus im Norden der Stadt vorgesehen. Mit Blick auf die jahrelangen Diskussionen über die Zukunft der Grundschullandschaft erklärte sie, kein Stadtrat habe die Entscheidung zur Schließung zweier Schulen leichten Herzens getroffen.Natürlich widmete sich die Rathauschefin auch ihrem Hauptpartner, dem Stadtrat. Dort sitzen seit der Wahl im Juni 14 neue Leute. Damit sei nicht nur ein Generationswechsel, sondern auch ein Wechsel der Denk- und Handlungsweisen einhergegangen, so Luedtke. Dennoch gebe es hier von Zeit zu Zeit „wie bei einer lange gepflegten und lieb gewonnenen Erkältung reflexartig Rückfälle“. Es gebe Stadträte, die „sich an mir und meiner Amtsführung“ abarbeiten.

Nikos Natsidis

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