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Im Bundestagswahlkampf für grüne Inhalte werben

Gerd Lippold Im Bundestagswahlkampf für grüne Inhalte werben

Gerd Lippold hat an sich keine Chance. Der Direktkandidat der Grünen im Landkreis Leipzig hat keinen Platz auf der Landesliste seiner Partei und damit keine Aussicht auf den Einzug in den Berliner Bundestag. Im Wahlkampf will er für grüne Themen werben.

Wirbt für den Ausstieg aus der Braunkohle: Der Grüne Gerd Lippold.

Quelle: FOTOGRAFISCH

Borna/Grimma. Gerd Lippold will die Chance nutzen. Die Chance, die sich einem bietet, wenn er als Direktkandidat für die Bundestagswahl antritt. Das macht der Mann, der seit drei Jahren für die Grünen im Leipziger Land im Dresdner Landtag sitzt im Landkreis Leipzig. Realistische Chancen auf einen Platz im Berliner Reichstagsgebäude hat der studierte Physiker vom Jahrgang 1961 nicht. Nicht nur, weil der Landkreis Leipzig für die Grünen eher Diaspora ist. „Ich bin auch nicht auf der Landesliste“, sagt Lippold. Dafür aber in der komfortablen Situation, für grüne Inhalte zu werben.

Vor allem für den Ausstieg aus der Braunkohle. Ein Thema, mit dem sich im Süden von Leipzig mit dem Kraftwerk in Lippendorf und dem Tagebau Schleenhain nur bedingt punkten lässt. Wobei das Thema eher in der Lausitz ein großer Aufreger ist, wie Lippold klarmacht. Er nimmt für die Grünen in Anspruch, „dass wir uns um Ideen für den Strukturwandel gekümmert haben“ – und die Regierung nicht.

Lippold ist Realist genug, um zu wissen, dass die Grünen in gewisser Weise die Hiobspostboten sind. „Aber mit der Kohle ist es vorbei.“ Das sei beschlossen, und diskutiert werden müsse nur noch die Frage nach dem Wie. Aus klimapolitischen Gründen gelte es, den Strukturwandel zu forcieren. Dabei bräuchten die Mitarbeiter in Lippendorf und Schleenhain keine Angst zuhaben. Die Renaturierung der Landschaft bleibe für die nächsten 50 Jahre ein großes Thema und damit auch ein völlig neues Betätigungsfeld. Und angesichts der boomenden Großstadt Leipzig sollte es gelingen, für neue Industrieansiedlungen zu sorgen.

Lippold ist davon überzeugt, dass die Grünen mit ihrer Konzentration auf die Eindämmung des Klimawandels einen Nerv treffen. Zugleich aber hätten sie das Problem, vielfach als Partei wahrgenommen zu werden, die für Veränderungen sorgen. Für unbequeme Veränderungen, die letztlich zu Einschränkungen führen. Es sei aber Aufgabe der Grünen, „Reformen anzupacken, die in 20 Jahren wichtig sind“. Das mache ein Blick zurück in die Zeit der rot-grünen Bundesregierung klar. Es sei jedenfalls Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die die Früchte der damaligen Reformen ernte.

Was nach der Bundestagswahl für die Grünen kommt, ist für Lippold, der nach wie vor eine Firma im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen leitet, unklar. Es gebe durchaus Schnittmengen mit dem wertkonservativen Lager. Wenn es hingegen um das Thema soziale Gerechtigkeit gehe, seien die Deckungsbereiche mit dem linken Parteienspektrum größer.

Von Nikos Natsidis

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