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Im Espenhainer Industriegebiet brennt Altholz-Haufen

Im Espenhainer Industriegebiet brennt Altholz-Haufen

Das Thermometer zeigte heiße 35 Grad im Schatten, als am Pfingstwochenende zum zweiten Mal ein Großaufgebot der Feuerwehr ausrücken musste. Während in der Böhlener Werkstraße am Sonnabend Kunststoff-Abfall entflammt war, brannte am Sonntag im Gewerbe- und Industriegebiet Espenhain ein riesiger Haufen geschreddertes Abfallholz.

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Volles Rohr: Von zwei Seiten wurde der brennende Holzhaufen mit Hilfe von Wasserwerfern bekämpft.

Quelle: Frank Prenzel

Borna/Espenhain. Gegen 15 Uhr wurden am Sonntag sechs Feuerwehren mit zwölf Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften an den Brandherd beordert - auf einem noch auf Bornaer Gemarkung liegenden Lagergelände der Mitteldeutschen Umwelt- und Entsorgungs GmbH (Mueg) an der Werner-Boie-Straße. "Anfangs habe es stark gequalmt", erklärte Einsatzleiter Rico Lengefeld von der Bornaer Feuerwehr. Der Rauch sei aber in unbewohntes Gebiet gezogen. Laut Polizei musste die Bundesstraße 95 nicht gesperrt werden, kurzzeitig aber die derzeit als Umleitung nach Kitzscher dienende Boie-Straße.

Nur anfangs sei kurz mit Schaum gearbeitet worden, so Lengefeld, um den Qualm zu unterbinden. Dann wurden drei Wasserwerfer-Fahrzeuge sowie fünf C- und ein B-Rohr platziert, die den nassen Nachschub aus einem Löschwasserteich und den Hydranten erhielten. "Das Feuer frisst sich nach innen", erklärte Lengefeld. Mit Hilfe von Radlader und Bagger wurde das Holz auseinandergezogen, um das Löschen zu erleichtern. Zum Glück habe verhindert werden können, dass das Feuer auf die angrenzend lagernde alte Dachpappe übergreift. Wie Lengefeld weiter informierte, musste nur anfangs Atemschutz getragen werden, die Hitze habe aber den Kameraden zu schaffen gemacht, zwei Feuerwehrleute machten regelrecht schlapp. Im Einsatz waren die Feuerwehren Borna, Espenhain, Mölbis, Pötzschau, Oelzschau und Eula, die bis um 19 Uhr das Feuer bekämpften.

Auch Mueg-Geschäftsführer Andreas Gerhardt war an den Brandort geeilt. Seinen Angaben zu Folge brannte ein etwa 200 Kubikmeter großer Haufen geschreddertes Holz. Er vermutete eine Selbstentzündung als Ursache für das Feuer. Zum Schaden konnte Gerhardt noch keine genaue Angabe machen. Das Holz werde zum Verheizen an Kraftwerke verkauft, ein Kubikmeter sei etwa 20 Euro wert. "Ich glaube nicht, dass viel vernichtet wurde", sagte er. Den Brand habe der Wachschutz entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert.

Wie Gerhardt weiter erklärte, handelt es sich in der Werner-Boie-Straße um ein Zwischenlager von Abfällen, die anderenorts aufbereitet und dann an Kraftwerke geliefert werden, wo sie in die Öfen wandern. Die Mueg sei zwar vor allem für ihre biologische Abwasserreinigung in Espenhain bekannt. Das 235-Mitarbeiter-Unternehmen mit Sitz in Braunsbedra verdiene aber auch in der Bergbausanierung, der Entsorgung von Kraftwerks-Reststoffen und als Projektsanierer für Spezial- und Altlasten sein Geld. Zudem stelle die Mueg aus Abfällen Mischbrennstoffe her.

Voll des Lobes war Gerhardt für den Einsatz der Feuerwehrleute an diesem Pfingstfeiertag. Ihre Arbeit verdiene ein Dankeschön, "wir werden uns revanchieren", sagte der Mueg-Chef.

Auf dem Zwischenlager blieb, nachdem die Feuerwehrleute am Abend abgezogen waren, eine Brandwache zurück. Laut Lengefeld war dafür der Wachschutz zuständig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.06.2014
Frank Prenzel

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