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Im Landkreis Leipzig müssen 190 Kilometer Straße saniert werden

Kreisstraßenuntersuchung Im Landkreis Leipzig müssen 190 Kilometer Straße saniert werden

Der Bedarf ist größer als die Möglichkeiten. Von den kreiseigenen Straßen im Landkreis Leipzig sind 190 Kilometer reparaturbedürftig. Dafür stehen aber mit Fördermitteln nur etwa sechs Millionen Euro zur Verfügung. Damit lassen bestenfalls zehn Straßenkilometer instandsetzen.

Mit diesem Fahrzeug wurden die Kreisstraßen im Frühjahr untersucht.

Quelle: Andreas Döring

Landkreis Leipzig. Für die Kreisstraßen im Landkreis Leipzig gibt es auf einer Skala von eins bis fünf die Durchschnittsnote 3,25. Das ist das Ergebnis einer Straßenuntersuchung im April und Mai, bei der alle 560 Kilometer des Kreisstraßennetzes mit einem Spezialfahrzeug begutachtet wurden. „Damit befinden wir uns im Mittelfeld“, sagt Ralf Löcher, der Leiter des Amtes für Straßen- und Hochbau sowie Liegenschaftsverwaltung, mit Blick auf den Zustand von kreiseigenen Straßen in anderen Kreisen. Die Untersuchung ist die Grundlage für die Kreisstraßenkonzeption, die Bestandteil des Kreisentwicklungskonzeptes ist.

Großer Reparaturbedarf – 190 Kilometer Straße betroffen

Bei der Untersuchung im Frühjahr waren die allgemeine Längsunebenheit ebenso unter die Lupe genommen worden wie die Spurrinnentiefe und die Griffigkeit. Untersucht wurde auch die so genannte fiktive Wassertiefe, mit der beschrieben wird, ob Regenwasserpfützen ablaufen oder in kleinen Spalten versickern – mit der Folge, dass die Straße beim Wechsel von Frost und Tauwetter am Ende aufplatzt. Wobei es bei der Untersuchung keineswegs um einen Schlaglochreport ging, betont Amtsleiter Löcher. Denn: Schlaglöcher gibt es auf den Kreisstraßen für gewöhnlich nicht, weil sie im laufenden Betrieb beseitigt werden.

Dafür aber generell durchaus großen Bedarf an Reparaturen und Instandsetzungen. Von den Kreisstraßen ist gut ein Drittel, etwa 190 Kilometer, reparaturbedürftig, sagt Dorothea Gronemann, die zuständige Sachgebietsleiterin. Dazu zählen etwa die Ortsdurchfahrt Güldengossa, aber auch die beiden Brücken unter der Eisenbahnlinie Leipzig - Dresden bei Körlitz und Kühren. Allerdings sind die Möglichkeiten des Landkreises begrenzt. 1,1 Millionen Euro jährlich sind für Straßenreparaturen vorgesehen, eine Summe, die sich unter Zuhilfenahme von Fördergeldern gut auf fünf, sechs Millionen Euro vergrößern lässt. Damit lassen sich nach allen Erfahrungen vielleicht sechs Straßenkilometer in Schuss bringen, sofern nicht überall eine grundhafte Sanierung nötig ist, womöglich auch acht oder zehn Kilometer.

Kreisstraßen werden unterschiedlich belastet

Dabei ist die Belastung der Kreisstraßen unterschiedlich. Je weiter die Trassen von der Großstadt entfernt sind, desto weniger werden sie befahren, sagt Amtsleiter Löcher. Generell sollte eine Straße wenigstens 30 Jahre halten, „was nicht heißt, „dass währenddessen nichts gemacht werden muss“ . Seit Beginn der neuen Zeitrechnung im Straßenbauamt, konkret sei 1992, gebe es jedenfalls keine Straße, die seither instandgesetzt werden wurde und schon wieder grundhaft ausgebaut werden musste. Allerdings gibt es im Landkreis Leipzig noch zahlreiche Straßen aus DDR-Zeiten.

Die letzte Untersuchung der Kreisstraßen fand im Jahr 2009 statt. Allerdings lassen sich die Ergebnisse von damals nicht mit den aktuellen Erkenntnissen vergleichen. Eine Technikfrage, weil die Herangehensweise seinerzeit von der jetzigen verschieden war. „Ich denke, dass der Zustand der Kreisstraßen stagniert“, sagt Löcher. Generell sollte es eine Straßenzustandsuntersuchung aller fünf Jahre geben.

Im ersten Quartal 2016 soll eine Investitionsliste für die Kreisstraßen vorliegen. Dabei haben auch die Kommunen ein Mitspracherecht, und Amtsleiter Löcher weiß, dass sich spätestens dann Bürger wie Bürgermeister mit ihren Wünschen zu Wort melden werden.

Von Nikos Natsidis

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