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Imkerin aus Leidenschaft

Imkerin aus Leidenschaft

Es summt und brummt und schwirrt und schwärmt, wenn Imkerin Sonja Sonneck im weitläufigen Garten auf ihrem Anwesen in Rötha unterwegs ist. "Die Bienen fliegen bereits seit Anfang März", erzählt die 64-Jährige.

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Sonja Sonneck hat in ihrem weitläufigen Garten in Rötha mehrere Bienenvölker.

Quelle: Thomas Kube

Rötha. "Immerhin sind sie bei Temperaturen ab zehn Grad tüchtig. Dann nämlich begeben sie sich auf den sogenannten Reinigungsflug."

 

 

Sonneck ist Imkerin - seit nunmehr 30 Jahren. Und sie ist die einzige Frau und Vorsitzende im Imkerverein Borna und Umgebung. Die Arbeit des Imkers bedarf ganzjähriger Aufmerksamkeit - so müssen bei den Sonnecks auch schon mal Urlaube verschoben werden.

"Dieser Tage schaue ich häufig nach dem Rechten", sagt Sonneck. Schließlich habe die Natur in diesem Jahr einen Frühstart hingelegt, und der Raps stehe schon jetzt in voller Blüte. So habe sie bereits den Baurahmen eingehängt - jenen für die Drohnenbrut, der gleichzeitig zur Bekämpfung der Varroamilbe dient - sowie die unverbrauchten Futterwaben entnommen. Schutzkleidung streift sie sich dabei selten über, und die Handschuhe verbleiben ohnehin zumeist im Schubfach. "Die stören nur", sagt Sonneck schmunzelnd. Sie hat ihr Hobby zu ihrer Leidenschaft gemacht. "Wenn man einmal Bienen gehabt hat und sie über viele Jahre hinweg begleitet, dann kommt man nicht mehr los von ihnen", schwärmt die mehrfache Großmutter. Angst vor den summenden Tierchen spielte nie eine Rolle. Die erste Lektion im Bienenzüchten sei, keine Scheu vor den kleinen Wesen mit dem Stachel zu haben. Jene Unbefangenheit gibt sie heute an ihre drei Enkel weiter. Sie selbst verfügen bereits über einen eigenen Bienenschaukasten.

Auf ihrem Gartengrundstück in Rötha hat Sonja Sonneck gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Dietrich eine Bienenweide angelegt und sich ganz bewusst dafür entschieden, das Gelände den Insekten zu überlassen. Das sei in hohem Maße erforderlich, sagt sie, da die Rasenflächen in den umliegenden Landschaften kurz und ohne Blumen gehalten würden. So könnten die Insekten nicht ausreichend Pollen und Nahrung finden. "Es fehlt zudem an wild bewachsenen Feldstreifen mit Pflanzen. Auch die einfältigen Monokulturen mit Kartoffel-, Mais- und Zwiebelfeldern rings um die Gemeinden haben für die Bienen keinerlei Nutzen."

Die Bilanz für das vergangene Jahr konnte die hiesigen Imker dennoch zufriedenstellen, auch wenn die Rapsernte durch nur wenige Sonnentage mäßig ausfiel. "Die Bienenvölker der Züchter bekommen durch vier Trachten jährlich immer genügend Nahrung. Sehr gut fiel das letztjährige Ergebnis etwa bei der Lindenblüte Mitte Juli und der Goldrute im August aus", erinnert sich Sonneck, die seit März 2011 Chefin des Imkervereins ist. Somit habe 2013 noch eine gute Honigernte hervorgebracht. Gegenteilig sah es zuletzt in anderen Regionen Deutschlands aus, wo Unwetter und Milbenbefall den Imkern und ihren Bienen mächtig zusetzten. Dass die Ausbeute in diesem Jahr, zumindest in den heimischen Landstrichen, ähnlich gut ausfällt, davon ist Sonneck überzeugt: "Beinahe mit Beginn des Jahres hat es die Natur besonders eilig. Wir sind im Vergleich zu 2013 vier Wochen früher dran. Wenn die nächsten Wochen nicht übermäßig viel Regen bringen, befürchte ich nicht, dass die Bienen nicht häufig genug fliegen und daher nicht die Waben füllen können."

Neben reichlich bestäubtem und üppig wachsendem Obst hofft die Imkerin fürderhin auf das eine oder andere aus eigener Herstellung abzufüllende Honigglas. Abnehmer gibt es Dutzende, die kommen gar zu ihr nach Hause, um sich mit dem süßen Brotaufstrich einzudecken. Im Herbst entleert Sonja Sonneck erneut die Waben, um Wachs zu produzieren. Daraus stellt sie Kerzen her.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2014
Juliane Lange

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