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17:10 19.05.2015
"Abbo da capo" - die Leipziger Truppe lässt wie in Pegau die alten Abba-Hits aufleben. Quelle: Uwe Horst

Noch vor der Pause sprang der Funke aufs Publikum über.

Die Musik der schwedischen Pop-Gruppe Abba ist zeitlos. Das ist über 30 Jahre nach Auflösung der Band wohl sicher. Zeitlos bedeutet auch, dass die Musik weiter gepflegt wird. Zahlreiche Abba-Coverbands bevölkern seit Jahren die Musikszene, und "Abba da capo" aus Leipzig ist gewiss eine der besseren davon. "Die Band sieht sich nicht als Abba-Double, sondern versucht unter dem Credo "Wie wäre Abba heute?" die Musik der schwedischen Stars in die jetzige Zeit zu holen", formulierte es die Managerin Sabine Glantz treffend. Bei allem Siebziger-Jahre-Flair von Musik und Kostümen fühlte man sich bei den modern arrangierten und frisch servierten Songs nicht in staubige Vergangenheit zurückversetzt.Gegründet wurde "Abba da capo" 1998 von Hajo Hesse, einem schon zu DDR-Zeiten aktiven Bandleader, der zunächst auch den Part des "Benny" übernahm. Heute steht Hajo Hesse hinter dem Tonpult und überlässt jüngeren Musikern die Bühne. Aktuell besteht die europaweit auftretende Band aus Rebecca Glantz (Agnetha), Susann Prades (Frida), Mario Fischer (Benny), Sascha Böhme (Björn) und der Rhythmusgruppe. Obwohl die Musiker am Freitag im gut gefüllten Volkshaus Pegau ohne Warmlaufphase gehörig loslegten, verharrte das Publikum zunächst noch etwas unschlüssig an den Tischen. "Hier auf dem Land brauchen die Menschen immer ein bisschen, um richtig locker zu werden", zeigte sich Managerin Glantz davon nicht überrascht. Es folgte Hit auf Hit, und noch vor der Pause war der Bann endgültig gebrochen, und auf der Tanzfläche ging die Post genauso ab wie auf der Bühne. "Agnetha" belohnte das mit einem Ausflug ins Publikum. Ein großer Teil der Konzertbesucher hatte Abba in jungen Jahren noch im Original erleben dürfen - in TV und Radio. So zählt das Ehepaar Korndörfer aus Windischleuba zu den Abba-Fans der ersten Stunde und bekam die Tickets von den Kindern zum Geburtstag geschenkt. Zwei Besucherinnen-Gruppen fielen besonders auf und im positiven Sinne auch etwas aus dem Rahmen. Sieben fröhliche junge Damen senkten sichtbar den Altersdurchschnitt des Publikums. Susan Pfeiffer aus Profen, trotz ihrer Jugend Abba-Fan und gerade noch unverheiratet, hatte ihre Freundinnen zum Junggesellinnen-Abschied ins Konzert geladen. Die zweite lustige Frauenrunde war komplett vom Fach. Als "Dancing Queens" machten Elisabeth, Anna, Marlies, Esther, Kristin und Yvonne schon das Dorffest in ihrem Heimatort Weideroda mit Abba-Rhythmen unsicher, und auch das Volkshaus Pegau kam nicht ungeschoren davon. "Es ist unser Ziel, die Bühne zu stürmen", erklärte "Dancing-Queens"-Chefsprecherin Yvonne Plum. Gesagt getan. Unter dem Jubel des Publikums vereinigten sich die "Dancing Queens" mit der Band zum furiosen Finale auf der Bühne. "Da capo in Pegau!", kann man da nur ausrufen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2013

Uwe Horst

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