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Borna Immer wieder sonntags spielt Ursula Sonntag aus Borna auf der Orgel
Region Borna Immer wieder sonntags spielt Ursula Sonntag aus Borna auf der Orgel
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00:39 11.10.2015
Ursula Sonntag ist seit 50 Jahren ehrenamtliche Organistin. Die Urban-Kreutzbach-Orgel in der Eulaer Wiprechtskirche ist ihr liebstes Instrument. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna/Eula

Immer sonntags bedient sie Manuale und Pedale und spielt zum Gottesdienst. Zur festlichen Wiedereröffnung der Wiprechtskirche kürzlich in Eula dankte Superintendent Matthias Weismann der Bornaerin für ihre Spiel, ihre Hingabe und ihre Dienste als ehrenamtliche Kantorin in Sachsen. „Ihr Engagement wird im Landeskirchenbezirk zur Kenntnis genommen“, ehrte er Sonntag im überfüllten Gotteshaus. Obwohl die zurückhaltende Frau peinlich berührt war, so im Mittelpunkt zu stehen, ist der Augenblick für sie überwältigend. Die Urban-Kreutzbach-Orgel, ihr Lieblingsinstrument in der Region, war vor wenigen Jahren erst restauriert worden und blieb bis auf Rußablagerungen von den jüngsten Flammen in der Sakristei verschont. Ihr Spiel, das den Stimmen der Chöre Raum lässt, schmeichelt nicht nur dem Instrument, sondern auch den Zuhörern.

Die gebürtige Chemnitzerin stammt aus einer religiösen und musikalischen Familie, aus der sie die Hingabe für Kirchenmusik mitnimmt. Neben ihrer Tätigkeit als Zahntechnikerin nimmt sie bei Christoph Kircheis, Mitte der 60er-Jahre Kirchenmusikdirektor in Chemnitz und später mit dem Dresdner Trompeter Ludwig Güttler international erfolgreich, Unterricht. In Vertretung von Kircheis spielt sie ihren ersten Gottesdienst und erinnert sich noch heute an die staunenden Gesichter der Kirchgemeinde, als eine Frau von der Empore stieg. Seit ihrem Umzug nach Borna vor 50 Jahren hat die Mutter zweier Kinder und Oma unzählige Sonntage die Orgel gespielt. Nicht nur in der Bornaer Stadt- und Kunigundenkirche, auch die Instrumente der umliegenden Gotteshäuser werden durch ihre Hände zum Klingen gebracht. An die 40 Kirchen hat sie bespielt.

Für Sonntag ist das kein Selbstläufer. Auch wenn sie traditionelle Komponisten von Bach und Buxtehude bevorzugt, probt sie wöchentlich an neuen Stücken. „Solange ich gesund bin, mache ich weiter“, beantwortet die rüstige Seniorin Fragen nach dem Aufhören. Jüngst habe der neue Kirchenmusikdirektor Jens Staude in einem Gottesdienst gesessen, den sie begleitete, erinnert sich die Organistin. Sie habe davon – Gott sei dank – erst im Nachhinein erfahren. Sonst hätte sie sich vor Aufregung womöglich verspielt.

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