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Borna In Böhlen werden Kartoffeln zu Kunstwerken
Region Borna In Böhlen werden Kartoffeln zu Kunstwerken
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12:35 03.01.2017
Dass Kartoffeln durchaus Strom erzeugen können, ist derzeit in der Ausstellung „Kunst macht A!“ im Böhlener Kulturhaus zu sehen. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Das menschliche Gehirn als Walnuss, Kartoffeln, die Strom erzeugen, und Grafiken, die Formen durch Algorithmik schaffen – das sind einige Bestandteile der neuen Ausstellung „Kunst macht A!“, die derzeit im Kulturhaus Böhlen zu sehen ist. Ausgehend vom 300. Todestag des in Leipzig geborenen Philosophen und Wissenschaftlers Gottfried Wilhelm Leibnitz hatte der Verein Kulturbahnhof Kinder und Jugendliche dazu animiert, Kunst und Wissenschaft miteinander zu verbinden.

Das Ergebnis sind Arbeiten junger Künstler, die unter anderem die Erhebung und Darstellung wissenschaftlicher Daten kreativ gestaltet haben, natürliche Phänomene sichtbar machen und Gedanken auf digitale Weise übertragen. Zudem hinterfragen die Schüler Maßstäbe und thematisieren wissenschaftliche Entwicklungen. „Ausgehend von Leibnitz’ interdisziplinärem Denk- und Forschungsansatz haben wir das Angebot für die Kinder entwickelt“, erklärt Mandy Gehrt vom Kulturbahnhof. Während Projektwochen in Jugendclubs, Schulen und Horten wurde gemeinsam mit den Mädchen und Jungen diskutiert, experimentiert, mikroskopiert, fotografiert und gebastelt, um neue Kunstwerke zu schaffen, die die bisherigen Ausstellungsstücke ergänzen.

Wie Gehrt erklärt, sei der Kulturbahnhof mit diesem Projekt im gesamten Landkreis unterwegs gewesen, um immer wieder neue Ideen zu wecken, die dann ebenfalls zur Schau gehören. So ist es durchaus möglich, dass eigene Haare unter dem Mikroskop untersucht werden und das Ergebnis letztlich dann mit auf Wanderschaft geht. „Oft ist nicht vorauszusehen, was entsteht“, sagt die künstlerische Leiterin Gehrt. Denn jedes Kind komme mit völlig unterschiedlichen Vorstellungen und Ideen.

Zu sehen sind die zuweilen kuriosen Kunstwerke bis Ende Januar im ersten Foyer des Kulturhauses. Zeitweise können sich die Besucher des Hauses dann zwischen zwei Ausstellungen entscheiden, denn ab 17. Januar sind dort unter dem Namen „Ausbaustationen“ Acrylbilder von Carrin Bierbaum zu sehen. Ihre Malerei erlaubt es, Proportionen und Naturgesetze auf den Kopf zu stellen, alles zu zerrütten und am Ende wieder harmonisch zusammen zu binden. Die Vernissage findet am 17. Januar in der Wandelhalle statt und beginnt um 17 Uhr.

Von Julia Tonne

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