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Borna In Bornas gelbem Haus entstehen Wohnungen für Senioren
Region Borna In Bornas gelbem Haus entstehen Wohnungen für Senioren
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00:36 26.07.2015
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Borna

"Dort werden sehr schöne Wohnungen entstehen", sagte Daniel Lori, Geschäftsführer des Kreisverbandes in Borna. Die Vermietung sei Anfang 2016 geplant.

Die Arbeiten an der im Volksmund gelbes Haus genannten Immobilie haben bereits begonnen. Der Schriftzug DAA ist nur noch blass an der Fassade auszumachen. Dagegen haben Veränderungen an Fenstern und Balkontüren große graue Spuren hinterlassen. Loris Angaben zufolge soll in das dreigeschossige Haus ein Fahrstuhl eingebaut werden. "Dieser reicht vom Keller bis zum Dachgeschoss", gab er einen Einblick in die Planungen.

Auf vier Etagen - im Erdgeschoss, erstem und zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss sollen vorwiegend Zwei-Raum-Wohnungen und eine Ein-Zimmer-Wohnung entstehen. Mit einem Grundriss zwischen 35 und knapp 70 Quadratmetern würden sie Platz für betagte Ehepaare, aber auch alleinstehende Senioren bieten. Alle Wohnungen seien mit Dusche ausgestattet. Zudem werde im Haus ein Pflegebad eingerichtet.

Lori ist davon überzeugt, dass es für die Wohnungen einen Bedarf gibt. "Wir haben bereits jetzt Anfragen", sagte er. So sieht er in der innerstädtischen Lage einen Vorteil für die künftigen Bewohner. Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen und Ärzte seien zu Fuß erreichbar. Die Nähe zur Seniorenwohnanlage am Dinterplatz berge Synergien für den Sozial- und Wohlfahrtsverband, bedeute unter anderem kurze Wege für Pflegekräfte. Die Senioren könnten das Angebot in der Begegnungsstätte mit nutzen. Im Erdgeschoss des Hauses, das die Volkssolidarität als Generalmieter vom privaten Eigentümer übernehmen und dann untervermieten möchte, wird eine Ergotherapie entstehen. Ein bereits beim Verband tätiger Therapeut wird die Praxis aufbauen, in der unter anderem motorische Fähigkeiten nach einem Schlaganfall wieder erlernt werden.

Der Kreisverband der Volkssolidarität bewirtschaftet in Borna, Kitzscher und Regis-Breitingen mehrere seniorengerechte Anlagen mit insgesamt über 200 Wohnungen. Rund 70 Pflegekräfte und Helfer kümmern sich um die Betreuung und die medizinische Versorgung der betagten Bewohner. "Der Bedarf an qualifiziertem Personal wird steigen", prognostiziert Lori. Bereits jetzt gebe es Engpässe bei ambulanten Pflegekräften. Deshalb bilde der Verband eigenen Nachwuchs aus. Am 1. September beginnen sechs einheimische und vier Jugendliche aus Vietnam mit der Lehre. "Damit gehen wir neue Wege", so Lori. Die vietnamesischen Bewerber würden mit einem Abitur in der Tasche gute Bildungsvoraussetzungen mitbringen. Den Angaben zufolge finanzieren sie sich den Aufenthalt und die Ausbildung selbst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2015
Birgit Schöppenthau

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