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Borna In Bronze gegossene Mahnung
Region Borna In Bronze gegossene Mahnung
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13:58 19.05.2015
Darsteller in Uniformen der Völkerschlachtarmeen flankieren die gerade eingeweihte Gedenktafel. Quelle: Frank Prenzel

Zum Gedenken nahmen im vorigen Jahr zahlreiche Vertreter europäischer Adelshäuser, darunter Nachfahren damaliger Heerführer, die Einladung nach Leipzig und Rötha an.

Vorgestern Abend lebte das viel beachtete Gedenktreffen noch einmal auf - erneut im Beisein von Repräsentanten europäischer Fürstenhäuser. An der Villa Ida am Mediencampus im Leipziger Stadtteil Gohlis wurde eine Gedenktafel enthüllt, die das in Bronze geschlagene Kommuniqué zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht vor Augen führt. In der Villa hat auch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig ihren Sitz, die das Gedenktreffen finanziert und organisiert hatte. Die Bronzetafel trägt den Text des Kommuniqués, das insgesamt 17 Repräsentanten europäischer Fürstenhäuser am 19. Oktober vorigen Jahres beim Gedenktreffen verfasst hatten. "Sie mahnt heute Europas Entscheidungsträger in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Medien, das gemeinsame Haus Europa in seinem Umfeld zu befrieden und in seinen Fundamenten zu stärken", heißt es in einer Mitteilung der Stiftung.

"Erinnerung sollte mehr sein als bloßes Andenken. Sie sollte auch Bedeutung gewinnen für unser heutiges Denken und Handeln", fasste Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig, die Intention des Gedenktreffens und Kommuniqués zusammen. "Vor einem Dreivierteljahr noch schien die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen in Europa in weiter Ferne. Heute führen uns die in Osteuropa aufgeflammten bewaffneten Konflikte schmerzhaft vor Augen, dass ein friedliches Miteinander in Europa keine Selbstverständlichkeit ist", so Langenfeld. Regionale Auseinandersetzungen könnten nach wie vor eine gefährliche Eigendynamik gewinnen und auch das heutige Europa an den Rand eines Krieges führen. Die aktuelle Entwicklung beispielsweise in der Ukraine stelle Entscheidungsträger wie Bürger vor die Herausforderung, das Friedensprojekt Europa weiter voranzutreiben.

An der Enthüllung der Tafel nahmen mehrere Unterzeichner des Kommuniqués teil, darunter Großfürst Georgi Michailowitsch von Russland, Franz Friedrich Prinz von Preußen, Heinrich Prinz von Hannover, stellvertretend für das sächsische Königshaus Maria Josefa Prinzessin von Sachsen sowie Michael-Benedikt Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach. Heinrich Freiherr von Friesen, letzter Nachfahre der einstigen Schlossherrn in Rötha, war verhindert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.07.2014
Frank Prenzel

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