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Borna In Großdeuben war schon Bescherung – neues Löschfahrzeug und Arbeiten am Gerätehaus
Region Borna In Großdeuben war schon Bescherung – neues Löschfahrzeug und Arbeiten am Gerätehaus
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16:53 20.12.2016
Oliver Greischel von der Ortsfeuerwehr Großdeuben hat das neue Fahrzeug mit abgeholt und fährt es in das fast fertig sanierte Gerätehaus. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Böhlener Stadtteils Großdeuben war bereits Bescherung. Vor einigen Tagen rollte das neue Fahrzeug auf den Hof, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF 10. Doch damit nicht genug: Derzeit wird das Gerätehaus energetisch saniert. Die Mittel dafür kommen aus dem Fördermitteltopf mit dem sperrigen Namen „Investitionskraftstärkungsgesetz“, das für mehrere Vorhaben in Böhlen insgesamt Gelder in Höhe von rund 600 000 Euro zur Verfügung stellt.

Dass die energetische Sanierung des Gerätehauses ein Muss ist, steht für Bürgermeister Dietmar Berndt und die Stadtverwaltung außer Frage. „Hier reden wir zum Beispiel von einer neuen Dämmung und anderen Toren, denn die jetzigen Blechtore sind ja alles andere als energetisch sinnvoll“, begründet der Rathauschef. Zudem müssen laut Ortswehrleiter Bert Knappe die Schwellen vor den Einfahrten angeglichen werden. Bisher war bei der Ein- und Ausfahrt eine Stufe zu überwinden. Im hinteren Teil des Gebäudes ist das bisherige Tor bereits verschwunden und durch eine Wand ersetzt worden. „Gerade das hilft schon jetzt deutlich, Heizkosten zu sparen“, erklärt Knappe. In den vergangenen Jahren sei es im Gebäude bei niedrigen Temperaturen schnell ausgekühlt, jetzt halte sich die Wärme spürbar länger. Davon profitieren auch die Karnevalfreunde, die im oberen Bereich des Hauses ihr Trainingsdomizil haben. Und von jetzt an mit warmen Füßen tanzen können.

Eine Art Quantensprung ist auch die Anschaffung des HLF 10, die mit rund 330 000 Euro zu Buche schlägt, zum großen Teil aber gefördert wird. Der neue rote Riese passt gerade noch so durch die Toreinfahrten des Gerätehauses, punktet jedoch mit etlichen Sonderausstattungen. „Die Pumpe ist auf dem neuesten technischen Stand, außerdem haben wir jetzt einen Hilfeleistungssatz für LKW-Rettungen“, sagt der Ortswehrleiter. Und dieser sei in Anbetracht des Baus der Autobahn 72 unerlässlich, zumal die Kameraden aus Großdeuben am schnellsten im Notfall vor Ort wären. Das alte Fahrzeug war längst nicht mehr tragbar, „es war so reparaturbedürftig, dass die Kosten dafür immens waren“, so der Böhlener Bürgermeister. Eine spezielle Weiterbildung auf dem neuen Fahrzeug ist für die Kameraden aus Großdeuben dieser Tage nun unerlässlich. Die ersten Feuerwehrmänner wurden bereits beim Hersteller selbst eingewiesen, „jetzt geben sie das an alle anderen weiter“, erklärt Kamerad Oliver Greischel.

Gearbeitet wird dieser Tage aber nicht nur in Großdeuben, sondern auch am Gerätehaus in Böhlen selbst. Das muss wegen des gestiegenen Grundwasserspiegels trockengelegt werden. Berndt rechnet mit der Fertigstellung der Maßnahme noch in diesem Jahr.

Von Julia Tonne

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