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Borna In Kleinkläranlagen investiert, doch jetzt heißt es auf die Abnahme warten
Region Borna In Kleinkläranlagen investiert, doch jetzt heißt es auf die Abnahme warten
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18:54 12.12.2012
Viele Grundstückeigentümer haben pflichtgemäß investiert - und schauen erst einmal in die Röhre. Quelle: Andreas Döring
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Espenhain

Die notwendige Abnahme dieser Anlagen wird sich allerdings bis ins nächste Jahr verzögern, sagt AZV-Geschäftsführer Sven Lindstedt. Auf die Förderung der Investition habe das aber keinen Einfluss. Jeder, der die Abnahme noch in diesem Jahr fristgerecht beantragt, habe nichts zu befürchten.

Momentan ist Winter und somit Bauruhe. Abwassermeister Mike Hönig, zuständig für die Abnahme der umgerüsteten Anlagen im AZV, könnte dennoch rund um die Uhr arbeiten. Derzeit vergibt der Mitarbeiter die Termine stundenweise. „Das ist schon relativ knapp", betont der Fachmann. Denn wenn die Unterlagen nicht vorbereitet sind, ziehe sich der Vorort-Termin noch länger hin. Hinzu kommt noch eine aufwendige Nachbereitung im Büro. In Summe seien es drei Stunden Arbeit, die pro Kleinkläranlage draufgehen. Die Folge: Die Abnahmen werden sich noch Monate hinziehen. Zurzeit vergebe er seine Termine für Februar. In der Zentrale des AZV im Blumroda-Park häufen sich entsprechende Anrufe. Die Leute fragen nach der Abnahme und seien zum Teil „ziemlich aggressiv", sagt Lindstedt. Ein solcher Ton könne ja wohl nicht sein.

Lindstedt kann die betroffenen Grundstückseigentümer aber beruhigen. Die Verzögerung führe nicht zu Nachteilen. „Die verspätete Abnahme der Anlage hat keinen Einfluss auf die Förderung." Über die Förderung der Investition, die rund 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten ausmacht, entscheide ohnehin die Sächsische Aufbaubank (SAB). „Das Geld fließt erst nach der Entscheidung der SAB. Wir haben darauf keinen Einfluss", sagt Lindstedt. Wenngleich der AZV Fördermittelstelle ist. Die Betroffenen müssten sich nicht sorgen. Wer bis zum Jahresende einen Antrag auf Abnahme stellt, sei auf der sicheren Seite. Eine kurze Mitteilung über die Fertigstellung reiche in schriftlicher Form, per Fax oder Mail.

257 Bescheide verschickte der Verband in dieser Angelegenheit. Betroffen sind Grundstücke, die nicht ans zentrale Abwassernetz angeschlossen werden. Weitere 209 Bescheide stammen von der Unteren Wasserbehörde, für die Fälle, wo ins Gewässer abgeleitet wird. Alle Anlagen müssen abgenommen werden. Der AZV werde diese Kontrollen im Laufe des nächsten Jahres weiter abarbeiten. Lindstedt wirbt für die langen Wartezeiten um Verständnis. Personell sei nichts anderes machbar. Die Anlagen können in der Zwischenzeit normal genutzt werden, wenn sie vom Hersteller oder Lieferanten in Betrieb genommen wurden. Die Umrüstung geht auch nach 2012 weiter. Bis 2015 seien weitere Anlagen an die geltenden Vorschriften anzupassen. Generell bestehe kein Rechtsanspruch auf Förderung. Bis 2015 bleibe sie aber sicher aufrechterhalten.

Saskia Grätz

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