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In Pegau, Groitzsch, Kitzscher und Rötha sind die Narren los

Karnevalsumzüge In Pegau, Groitzsch, Kitzscher und Rötha sind die Narren los

Das Wochenende war besonders bunt: Bei den traditionellen Karnevalsumzügen in Pegau, Groitzsch, Kitzscher und Rötha herrschte ausgelassene Stimmung. Liebevoll gestaltete Wagenbilder erzählten die eine oder andere Geschichte und nahmen so manches aufs Korn. Dazu gab es ordentlich was auf die Ohren – mit viel Musik und vielen Gags.

Buntes Treiben: Pegau war am Sonnabend Nachmittag wieder fest in närrischer Hand. Der Umzug des Pegauer Karneval Klubs (PKK), bestehend aus etwa 70 Bildern, zog wieder viele Besucher in die Stadt.
 

Quelle: René Beuckert

Landkreis Leipzig.  Viel närrisches Volk war am Wochenende im Landkreis unterwegs. Tausende zogen bei Faschingsumzügen durch die Städte oder betrachteten das bunte Treiben von den Straßenrändern aus.

Pegau

In Pegau schien es, als sei der Samstagnachmittag total in Narrenhand, kostümierte Leute strömten auf den Markt. Eine Stunde, bevor sich der Faschingsumzug des Pegauer Karnevals Klub (PKK) mit etwa 70 Schaubildern in Bewegung setzte, begann das Spektakel auf der Bühne vor dem Rathaus – mit Musik, Tanz und anderen Darbietungen . Das Prinzenpaar Madeleine die 1. und Tilo der 1. fuhr standesgemäß mit dem Pferdegespann vor. Einer der Besucher war Jörg Heinold. „Ich bin seit Kindesbeinen hier mit dabei und lasse mir den traditionellen Faschingsumzug nicht entgehen. Der Großvater meiner Frau war einer der Gründerväter des Faschings in Pegau“, verrät er.

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Viel närrisches Volk war am Wochenende im Landkreis Leipzig unterwegs. Beim traditionellen Karnevalsumzug in Pegau herrschte auch 2017 eine ausgelassene Stimmung.

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Hermann Nikolaizig schaut von seiner Haustür aus gelassen dem regen Treiben auf der Straße zu. Er sei früher oft mit dabei gewesen, wenn sich der Faschingsumzug sich vom Markt aus in Bewegung setzte. Jetzt aber beobachte er das Geschehen lieber etwas abseits und freut sich, wenn die geschmückten Wagen auf der Zubringerstraße vorbeifahren, um sich für den Umzug zu stellen. In unmittelbarer Nähe taucht Sabine Pfeil mit ihrem Sohn Hannes auf. „Ich habe es etwas eilig. Mein Sohn ist in dieser Saison der Kinderprinz und deshalb müssen wir schnell auf den Marktplatz, denn die Prinzessin wartet sicher schon.“ „Mir gefällt die Stimmung, die die Zuschauer vermitteln, wobei auch der Zusammenhalt der Bewohner mit zu dieser schönen Atmosphäre beiträgt.

„Für den Verein ist es schon ein enormer Kraftakt, den die Mitglieder leisten, bevor der Umzug in Bewegung kommt“, sagt Francis Günther-Köhler vom PKK. In diesen Jahr sind etwa 1000 Akteure beteiligt. „Am meisten freuen wir uns über den regen Zuspruch anderer Faschingsvereine aus der nahen Umgebung.“

Kitzscher

Wenn eine Veranstaltung auf die Minute 14.11 Uhr beginnt und Kitzschärr mit „ärr“ geschrieben wird, dann ist der Karnevalsverein Kitzscher nicht weit. Siehe gestern Nachmittag beim 24. großen Straßenumzug. 31 Wagen und Fußgruppen pilgerten vom Neubaugebiet über die Trageser– und Robert-Koch-Straße, drehten dann weitere Schleifen über die Nordstraße, Rosengasse, August-Bebel- und Parkstraße, bis sie nach mehr als drei Stunden groggy am Busplatz ankamen.

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Viel närrisches Volk war am Wochenende im Landkreis Leipzig unterwegs. Beim traditionellen Karnevalsumzug in Kitzscher herrschte auch 2017 eine ausgelassene Stimmung.

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Angeführt wurde das Sturmkommando vom blau-gelben Elferratswagen mit 1-A-Partymugge. „Die immer lacht“, „Ich will Malle zurück“ bis zu „Schöne Maid“ – hier gab es ordentlich was auf die Ohren. Dazu flogen gratis Bonbons, Schokoriegel, Kekse und Popcorn. Ganz Clevere spannten ihre Schirme verkehrt herum auf und ließen das Zuckerzeug hineinregnen. Susann Richter und ihre Tochter Romy wählten die sportliche Variante und bückten sich nach den Süßigkeiten. „Jetzt brauchen wir drei Wochen lang nichts zu kaufen“, lacht die junge Mutti.

Mit viel Fantasie und Farbe hatten die Kitzscheraner ihre Wagen geschmückt – der Thierbacher SV und der FSV Kitzscher, die Kesselshainer Halunken und der Klub zu zweit, die Seniorengymnastikgruppe und die Thierbacher Arschgeigen, der Kinder- und Jugendtreff und die Seifenkistenfreunde. Ein echter Hingucker war auch der Wagen der Räuberbande – die Truppe hatte sich als chinesische Reisbauern verkleidet und ritt auf einem Feuer speienden Drachen. Es gab ein originelles Schallplattenhäuschen, tanzende Clowns, Eisbären und Emigranten im All, und auch der Frauenchor feierte unter einem riesigen Notenschlüssel mit. Karnevalsprinzessin Kareen und Prinz Guido können stolz auf ihr närrisches Volk sein.

Ziemlich am Schluss nahm ein feuerroter Truck die Verfolgung auf – und hier tropfte jedem Karnevalist sprichwörtlich der Zahn. 680 Bierkästen bildeten das Gerüst für den wohl größten Partywagen in Kitzscher. Die bierselige Idee stammt von der Thierbacher Firma Tara.

Rötha

Dicht gedrängt erlebten viele Röthaer gestern den 25. Umzug des Karneval Clubs Rötha (KCR). Zwanzig Umzugswagen und viel Fußvolk zogen durch die Stadt. Auf einer geänderten Route, weil die Baustelle in der August-Bebel-Straße den üblichen Weg nicht zuließ. Umzugsleiter Jürgen Meister hatte auch dieses kleine Problem gelöst. Weil er von Anfang an die Karnevalisten erfolgreich durch die Stadt lotst, bekam er gestern eine Ehrung. Die gab’s auch für Olaf Kuhnhardt, der seit 20 Jahren beim KCR mitmischt.

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Viel närrisches Volk war am Wochenende im Landkreis Leipzig Leipzig unterwegs. Beim traditionellen Karnevalsumzug in Rötha herrschte auch 2017 eine ausgelassene Stimmung.

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Wer die Späße sozusagen gepachtet hat, dem geht auch ein Versprecher glatt als Gag durch. Wenn es überhaupt einer war. Das wird das Geheimnis von Moderator Jürgen Birkner bleiben. Der rief zu Beginn des Umzugs den Bürgermeister mit den Worten „Hallo Stephan Haym“ auf die Bühne. Was gleich ein mehrfacher Kalauer ist: Der Amtsinhaber heißt Stephan Eichhorn, sein Vorgänger Ditmar Haym und ein 2001 gestorbener deutscher Schriftsteller Stefan Heym. Im fröhlichen Zug durch die Stadt fehlten die blau-weißen Röthaer Flicken nicht, doch auch ein Bürgermeisterwagen war unterwegs, die Stauseepiraten im Drachenboot, und weil in Rötha eine gefühlte Eiszeit herrscht, waren gleich mehrere Schneemänner dabei.

Groitzsch

Sechzig Fahrzeuge, tolle Motivwagen, und viel närrisches Fußvolk, dazu mehrere Prinzenpaare und tausende Zuschauer – so zeigte sich Groitzsch am Sonntagnachmittag. Bürgermeister Maik Kunze setzte einige Seitenhiebe, auch gen Pegau, und übergab dann bis Aschermittwoch den Rathausschlüssel an die Karnevalisten.

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Viel närrisches Volk war am Wochenende im Landkreis Leipzig unterwegs. Beim traditionellen Karnevalsumzug in Groitzsch herrschte auch 2017 eine ausgelassene Stimmung.

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Dann setzte sich der von Umzugsmarschall Dirk Hoffmann formierte Tross, flankiert durch die Groitzscher Spielleute, in Bewegung. Musik erklang noch viel mehr, zum Beispiel von der „Inkontinenz-Band“ und der Trommler-Gruppe Como Vento. Was darüber hinaus aus zahllosen Lautsprecherboxen hämmerte, ließ manchen Herzschrittmacher stottern.

Muldental

Beim Muldentaler Faschingsclub (MFC) in der Kulturscheune Nimbschen ging es heiß her, denn die Narren hatten „Sturmfrei 2,0 – irgendwas zwischen Hölle und Himmel“, so das Motto. Hingucker in Trebsen sind einmal mehr die kleinsten Protagonisten auf der närrischen Bühne, nämlich die im Guinness Buch der Rekorde verewigte jüngste Funkengarde der Welt. Zum Ritual ihres Auftrittes gehört die offizielle und ungenierte Freigabe der Kussfreiheit.

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Beim Muldentaler Faschingsclub (MFC) in der Kulturscheune Nimbschen ging es heiß her, denn die Narren hatten „Sturmfrei 2,0 – irgendwas zwischen Hölle und Himmel“, so das Motto.

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Von kh, bpa, an, mb, fsw

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