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Borna In Pegau: Schräg und schrill
Region Borna In Pegau: Schräg und schrill
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14:20 19.05.2015
Einer der befreundeten Vereine ist in Berlin zu Hause: Die "Spreeschepperer" kamen von der Spree an die Weiße Elster. Quelle: Daniela Salzmann

Feierte man diese Party vor einigen Jahren noch in der Hyzet-Halle in Tröglitz, ist der Veranstalter mittlerweile auf die ehemalige Fertigungshalle der Schlossfabrik in Pegau umgestiegen, erklärte Kathrein Augenstein. Sie hatte am Einlass die Aufgabe, die Gäste in Empfang zu nehmen. Und diesen Job erfüllte die junge Frau von den Blablö's bestens: die Halle, die sonst einem Zeltverleih und für Faschingsveranstaltungen dient, war am Sonnabend gut gefüllt.

Mit den eingeladenen Vereinen verbindet die Blablö's eine längere Freundschaft. In den Sommermonaten spiele man gemeinsam bei verschiedenen Anlässen, so Augenstein. Abwechselnd gaben sich am Sonnabend die "Spreeschepperer" aus Berlin, die "Elbscheechen" aus Dresden, die "Schalmeienkapelle" aus Wetterzeube, die "Gnallschoddn" aus Meerane und der Gastgeber vor den begeisterten Gästen die Ehre. Dorit Bott, die mit ein paar Freunden nach Pegau gekommen war, beeindruckten die Schalmeienmusiker aus Wetterzeube am meisten.

"Im Unterschied zur herkömmlichen Blaskapelle ist Gugge bunter, schräger und unkonventioneller", erzählte Carmen Heinold-Bonk von den Blablö's. "Bei uns kann jeder mitmachen, egal ob er Noten kennt oder nicht. Entweder er lernt sie, oder er spielt mit Farben oder anderen Codes", ergänzte ihr Mann, Frank Heinold.

Die Pegauer Blablö's-Musiker des seit 2007 bestehenden Vereins sind zwischen 20 und 75 Jahre. Selbst Enkelkinder würden manchmal mitspielen, berichtete Heinold. Und wirklich: bei den Guggemusikern hört man auch mal schräge Töne und eben keine steifen Arrangements. Percussion-Instrumente und bunte Masken sind ausdrücklich erwünscht. Die Musiker setzen mit ihren Trommeln, Becken, Trompeten, Posaunen, Saxofonen und Klanghölzern auch Pop- und Rocksongs guggemäßig um.

Gegen Mitternacht standen zum Abschluss noch einmal die Gastgeber und ein paar Gäste auf der Bühne, rissen das Publikum erneut mit und ernteten viel Beifall. So klang der Abend voller Jubelrufe laut und fröhlich aus. Ein Funke vom Feuer der Freude an der Musik ist wohl am Ende auf jeden Gast übergesprungen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.04.2014
Daniela Salzmann

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