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Borna In Regis-Breitingen wird Stollen noch zu Hause gebacken
Region Borna In Regis-Breitingen wird Stollen noch zu Hause gebacken
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19:31 02.12.2015
Katrin Krenz hat’s raus – ihre Eigenkreationen finden jedes Jahr dankbare Abnehmer.
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Regis-Breitingen



Schon weit vor dem ersten Advent, Mitte November, kauft die 45-Jährige einen Berg Zutaten. Fünf Kilo Mehl, jede Menge Rosinen, Mandeln, Schmalz, Zitronat und was ihr geheimes Rezept so alles verlangt. Dann starten die Vorarbeiten. Sie legt vier Kilogramm Rosinen in einen reichlichen Liter Rum ein, auch ein Vorteig muss gemacht werden. „In einer Baby-Badewanne entsteht dann der eigentliche Teig“, erzählt sie. Um Mehl, Hefemilch und Schmalz zu mischen, hilft zum Teil der Mixer. Rosinen, Zitronat und gehackte Mandeln knetet sie später mit der Hand ein.

Gern und mit Begeisterung hilft dabei ihre Tochter, die es überhaupt wunderbar findet, welche Leckereien ihre Mama so backen kann. Der Teig bleibt an den kleinen Händen nicht kleben, „weil er so fettig ist“. Katrin Krenz benutzt keine Butter, sondern ausschließlich Schmalz. Grund: „Stollen kann man ja länger aufheben. Meiner Erfahrung nach wird die Butter aber dann irgendwann ranzig, das schmeckt man.“

Seit rund zwanzig Jahren bäckt die Regiserin selber Stollen. Zunächst testete sie mehrere Rezepte. Generell probiert sie beim Backen ja gern. Ihre Familie darf sich freuen auf viele Variationen von Kuchen und Torten mit Quark und Obst oder Walnusskuchen, der neben Stollen gerade hoch im Kurs steht – die Familie hat mehrere Walnussbäume im Garten. Der anfängliche Rezeptwechsel beim Stollen jedoch behagte der Hobby-Bäckerin nicht. Einmal war das Backwerk zu trocken, dann stimmte der Geschmack nicht so recht. Schließlich bekam sie von einer Freundin ein Rezept – und schwört seitdem darauf: „Es ist top! Dabei bleibe ich jetzt. Der Stollen ist sehr gehaltvoll, mit viel Fett, aber er schmeckt!“

Wie viele dieser Kuchen in jedem Jahr entstehen, lässt sich vorher nicht genau sagen. Die Zutatenmengen seien zwar jedes Mal gleich, aber wie die Hefe geht, sei ungewiss. 14 bis 15 Zweipfünder werden es meistens. Die bäckt Katrin Krenz nicht auf einen Schwung. Jeweils vier passen in ihren Ofen. Sie nimmt dafür nicht die Dienste eines Bäckers in Anspruch wie es andere tun, „das klappt im eigenen Ofen prima“. Normalerweise muss ein guter Stollen eine Weile liegen, ehe genascht werden darf. „Ich versuche zwei Wochen vor dem ersten Advent fertig zu sein“, meint sie. Es gehört zur Familientradition, dass dann die erste Leckerei angeschnitten wird. Zu genau wird es allerdings nicht genommen: „Manchmal wird es am Ende nur noch ein ganz kleiner Stollen. Den haben wir auch schon frisch gegessen. Schmeckt ebenfalls!“

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Von Claudia Carell

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