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Borna Industrie im Landkreis präsentiert sich zwischen Hightech und Handarbeit
Region Borna Industrie im Landkreis präsentiert sich zwischen Hightech und Handarbeit
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13:56 03.08.2016
Der Bergbau-Technik-Park an der A 38. Quelle: Archiv
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Borna/Grimma

Es sind ganz unterschiedliche Unternehmen, die in der Zeit vom 11. bis 14. August ihre Pforten öffnen: Die traditionsreiche Filzfabrik Wurzen gehört ebenso dazu wie die Neukieritzscher Rohkonserven GmbH und das Lippendorfer Vattenfall-Kraftwerk: Bei den „Tagen der Industriekultur“, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen sowie der Stadt Leipzig stattfinden, haben Besucher Gelegenheit, sich an der Technik zu begeistern.

Es gehe bei der mehrtägigen Veranstaltung darum, „die Verzahnung von Stadt und Land der Industriemetropole Leipzig sichtbar zu machen“, sagt Professor Markus Krabbe, der Vorstandsvorsitzende des Vereins Industriekultur Leipzig. Der Verein ist Ausrichter der „Tage der Industriekultur“ und wird dabei von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Leipzig unterstützt. Die Industriekulturtage, die es auch in anderen deutschen Städten wie Chemnitz oder Frankfurt am Main gibt, werden von den Unternehmen als Plattform genutzt, um sich zu präsentieren. Etwa die Hoffmann Fördertechnik GmbH Wurzen. An der Firma, die 1953 ihren ersten Kettenzug auf den Markt brachte und Besuchern am zweiten Augustwochenende offensteht, wird eine Tafel für den Stadtwanderweg Wurzen angebracht. Dass die Stadt Wurzen längst als Wirtschaftszentrum im Landkreis Leipzig zu gelten hat, macht auch die Zahl der teilnehmenden Betriebe an den „Tagen der Industriekultur“ deutlich. Von den 13 Unternehmen und Einrichtungen aus dem Landkreis kommen immerhin fünf aus der Ringelnatz-Stadt. Dazu gehören die Cyrotec Anlagenbau GmbH und die Präzisionswerkzeuge, die „Filze“ als Hersteller von klassischem Wollfilz sowie die Standortinitiative Wurzen und Wurzener Land. Die Initiative lädt zu Führungen durch Unternehmen ein und eröffnet eine Ausstellung mit Fotos von Käte Just.

Auch die Bergbaugeschichte und ihre Folgen, die bekanntlich große Teile des Leipziger Landes jahrzehntelang geprägt haben, lässt sich bei den „Tagen der Industriekultur“ nachvollziehen. Etwa im Bergau-Technik-Park in Großpösna oder auch der TDE Mitteldeutsche Bergbau Service GmbH in Espenhain. Das Vattenfall-Kraftwerk, das vor 16 Jahren von damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnetwurde, steht Besuchern ebenso offen wie die Entsorgungsanlage in Cröbern, in der Restabfall und Sperrmüll aus dem Landkreis Leipzig und der Großstadt behandelt werden.

Mit der Neukieritzscher Rohkonserven GmbH präsentiert sich ein Familienunternehmen, das auf eine 80-jährige Geschichte zurückblicken kann und dessen Produkte wie Gurken, Blumenkohl und das berühmte Sauerkraut in gewisser Weise auch für den Geschmack der Region stehen. Mit dem Museum für historischen Bürobedarf in Naunhof stellt sich ein Haus vor, das über mehr als 2500 Exponate verfügt und in dem die Besucher etwa 600 in Augenschein nehmen können. Dazu gehören Schreib- und Rechenmaschinen sowie Computer und Kopiertechnik – von 1896 bis zur Gegenwart.

Besucher sollen bei ihren Visiten in den Unternehmen mitbekommen, „dass Industrie vielseitig und innovativ ist, ressourcenschonend und umweltbewusst produziert, Arbeitsplätze schafft und motivierte Köpfe sucht“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Hofmann. An den „Tagen der Industriekultur“ nehmen insgesamt 27 Firmen teil.

Von Nikos Natsidis

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