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Borna JSA Regis: "Jungsmänner" zu sehen
Region Borna JSA Regis: "Jungsmänner" zu sehen
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17:20 25.03.2010
Am Donnerstagnachmittag fand die Vernissage zu "Jungsmänner" in der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen statt. Quelle: Günther Hunger
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Regis-Breitingen

Jugendliche Strafgefangene inszenierten sich künstlerisch selbst. Unter professioneller Begleitung der Leipziger Fotografin Silvia Hauptmann. Willi Schmid, Justizvollzugsabteilungsleiter der Sächsischen Staatsregierung nennt sie „eine Freundin des sächsischen Strafvollzuges". Sie selbst meint, sich insbesondere für Randgruppen zu interessieren. Silvia Hauptmann arbeitet mit Gefangenen und Obdachlosen, weil sie „die besondere Psyche dieser Menschen" auch als Herausforderung für ihre Arbeit sieht.An fünf Nachmittagen setzte sie sich in der JSA mit einem halben Dutzend „Jungsmännern" zusammen, um sie über die Fotografie „aus sich selbst herauszulocken. Die Kerle sind im Leben stehen geblieben und absolut demotiviert. Über das Experiment, sich selbst in Szene zu setzen, sich dabei zu öffnen, sollten sie Seiten an sich zulassen, die sie sonst verbergen. Das Experiment ist gelungen", so Hauptmann. Dabei hat sie „das erste Mal überhaupt" die Kamera aus den Händen gegeben. Die Jugendlichen sollten selbst aktiv arbeiten. Was nach kurzer Annäherungsphase auch gelungen sei.„Die Ergebnisse sind beeindruckend. Nicht nur die Schwarz-Weiß-Fotografien. Dieses Projekt hat wieder einmal gezeigt, dass es richtig ist, Kunst als Mittel zur Resozialisierung einzusetzen", freute sich auch Anstaltsleiter Uwe Hinz anlässlich der Ausstellungseröffnung. Silvia Hauptmann sei es gelungen, den „Jungsmännern" nicht nur die Kamera, sondern auch den Spiegel vorzuhalten, „der ihnen zeigte, was sie wirklich sind", so Hinz. Die beteiligten Strafgefangenen seien aus ihrer Lethargie gerissen worden, wofür er der Fotografin und dem Beamten Andreas Fischer, der unterstützend wirkte, dankte.Willi Schmid war mit der Foto-Ausstellung und deren musikalischer Umrahmung durch andere Strafgefangene glücklich. „Glücklich über den wieder hergestellten Beweis, dass man Jugendlichen nicht nur die zweite Chance geben sollte, sondern dass es gesellschaftliche Pflicht ist, den Jugendlichen allen Chancen zu geben, die sich bieten."Die Ausstellung „Jungsmänner" in der JSA Regis-Breitingen kann bis Ende Mai und nach vorheriger Anmeldung unter 034343/5551101 besucht werden.

Thomas Lieb

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