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„Jahr der Bildung“ – Lehrer aus der Ukraine wollen an Bornaer Schulen lernen

Partnerschaft „Jahr der Bildung“ – Lehrer aus der Ukraine wollen an Bornaer Schulen lernen

Die Stadt Borna schlägt Ende des Monats ein neues Kapitel in ihrer Beziehung zur ukrainischen Partnerstadt Irpin auf. Dann kommt eine Delegation aus der Stadt in der Nähe von Kiew an die Wyhra. Doch auch die Beziehungen zu den anderen drei Bornaer Partnerstädten sollen ausgebaut werden.

Bornaer feiern mit Besuchern aus der Partnerstadt Etampes.

Quelle: privat

Borna. Die Stadt Borna schlägt Ende des Monats ein neues Kapitel in ihrer Beziehung zur ukrainischen Partnerstadt Irpin auf. Dann kommt eine Delegation aus der Stadt in der Nähe von Kiew an die Wyhra. Anlass ist das Projekt „Bildung gemeinsam entwickeln – Lernen von- und miteinander“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Die Rathauschefin macht zugleich klar, dass auch die Beziehungen zu den anderen drei Bornaer Partnerstädten ausgebaut werden sollen.

Wenn die Ukrainer nach Borna kommen, hospitieren sie sowohl in der Clemens-Thieme-Grundschule als auch in der Dinterschule und im Gymnasium Am Breiten Teich. Hintergrund ist der Umstand, dass der Irpener Bürgermeister Volodymyr Karplyuk 2017 zum „Jahr der Bildung“ ausgerufen hat. Deshalb schickt die ukrainische Stadt zwei Delegationen nach Borna, um in Deutschland neue Impulse für den Ausbau des Bildungssystems in der einstigen Sowjetrepublik zu bekommen. Zunächst werden Schulleiter in Borna erwartet, anschließend kommt eine Gruppe, zu der hauptsächlich Lehrer gehören.

Unterstützt, auch finanziell, werden die Besuche aus Irpin vom Bundesentwicklungshilfeministerium, das die Aufenthalte der Ukrainer in Borna über die Engagement Global GmbH in Bonn fördert. Das Unternehmen versteht sich als Servicestelle für „Kommunen in der einen Welt“ und ist im Auftrag der Bundesregierung aktiv. Die Förderung der beiden Visiten aus Irpin mache auch deutlich, dass es sich dabei um „sinnvolle Projekte“ handle, erklärt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke. Schließlich müsse das Ergebnis in gewisser Weise abgerechnet werden. Luedtke: „Wir legen einen Abschlussbericht vor.“

Zugleich betont sie, dass sie auch an den Beziehungen zu den anderen drei Partnerstädten festhält und deren Ausbau vorantreiben will. So war in der zweiten Mai-Woche wieder eine Delegation aus Borna zu Gast in Etampes. Die Beziehung zu der 50 000-Einwoher-Stadt im Umfeld von Paris war einst auf Anregung des damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und späteren SPD-Bundesvorsitzenden Kurt Beck zustande gekommen. Der hatte im Jahr 1999 bei einem Besuch beim damaligen Bornaer Rathauschef Bernhard Schubert (SPD) festgestellt, dass Borna nicht, wie in seinem Heimatbundesland üblich, eine Partnerkommune jenseits des Rheins hatte.

Zudem gibt es feste Beziehungen zu den chinesischen Städten Dujiangyan und Hangzhou. Dujiangyan in der Provinz Sichuan hat 590 000 Einwohner und damit mehr als Leipzig, in Hangzhou wohnen 362 000 Menschen. In der Vergangenheit waren schon chinesische Schüler und Mediziner in Borna zu Gast.

Mit den Partnerschaftsbeziehungen zu Irpin knüpft Borna an die Verbindungen zu DDR-Zeiten an, als es regelmäßige Besuche aus der Ukraine in Borna gab. Erst im Dezember war der seit 40 Jahren bestehende Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Städten erneuert worden. Diese Beziehungen sind ebenso vertraglich fixiert wie die nach Etampes und China.

Anders als die Beziehungen nach Bornheim in Rheinland-Pfalz. Zu Zeiten von Wende und Wiedervereinigung pflegten beide Kommunen eine Partnerschaft, so dass die Pfälzer auch beim ersten Stadtfest am 3. Oktober 1990 zu Gast in Borna waren und auf dem Markt Wein ausschenkten. Warum die Beziehung einschlief, liegt im Dunkeln.

Von Nikos Natsidis

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