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Jens Wagner trainiert sechsmal pro Woche Nachwuchskicker – LVZ-Spendenaktion läuft

LVZ-Spendenaktion Jens Wagner trainiert sechsmal pro Woche Nachwuchskicker – LVZ-Spendenaktion läuft

Der 33-jährige Bornaer Jens Wagner gehört zu den engagierten Übungsleitern des Bornaer SV. Nachdem bei einem Einbruch dem Verein sämtliche Technik gestohlen wurde, braucht er jetzt dringend Unterstützung, um die Nachwuchsarbeit für 190 Kinder und Jugendliche abzusichern.

Gruppenbild mit Tor: Trainer Jens Wagner mit jungen Kickern des BSV (F2 und F3) beim Training in der Glück-Auf-Halle in Borna.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Jens Wagner gefällt noch nicht so richtig, was die Jungs dort tun. „Macht das Spielfeld größer! Mehr Bewegung! Wo steht ihr denn?!“ Passspielen ist heute dran. Die Bornaer Glück-Auf-Halle ist mit bunten Plastikhütchen bestückt, die sollen die Zehn- bis Dreizehnjährigen aus der Spielsituation heraus treffen. Der Trainer zeigt es, schnappt sich den Ball, dribbelt, schießt, trifft – das blaue Hütchen fliegt gegen die Wand. Punkt. Seine Schützlinge kommen nach und nach besser in die Übung hinein. „Ja, das war jetzt gut! Weiter so!“, hören sie als Lob.

Fußball ist die Welt des 33-Jährigen. Schon als Erstklässler begann er beim Bornaer SV. Er spielte sich durch alle Nachwuchsmannschaften und ist bis heute im ersten Männerteam. Als er 19 war, sprach ihn der damalige Jugendleiter an, ob er nicht Trainer werden wolle. Jens Wagner wollte: „Mit Kindern zu arbeiten, ihnen was beizubringen, hat mir von Anfang an Spaß gemacht.“

Training und Punktspiele organisieren, Talente entdecken und fördern

Er startete mit einer D-Mannschaft, Kicker im Alter von zwölf und dreizehn, später trainierte er auch kleinere Fußballer. Er lernte, Training und Punktspiele zu organisieren, Absprachen mit Eltern zu treffen, Talente zu entdecken und zu fördern. Nach seiner C-Lizenz folgte Stufe B. Seit 2008 trainiert er zusätzlich als einer von drei Übungsleitern die Talente des Bornaer DFB-Stützpunktes. Junge Spieler aus zwölf Vereinen des Landkreises werden hier speziell gefördert.

Der Mann hat gut zu tun. Neben seinem Job bei den Bornaer Stadtwerken trainiert er aktuell die D1 und die Sieben- und Achtjährigen der F-Jugend, wo auch sein ältester Sohn mit spielt. Das sind schon viermal Training pro Woche. Hinzu kommt zweimal Stützpunkt und dann das eigene Training, „eigentlich dreimal die Woche, aber ich schaffe es meist nur zweimal“, sagt Wagner. Ein Feierabend am Dienstag sieht bei ihm so aus: ab 17 Uhr D-Jugend, ab 19 Uhr eigenes Training. Oder Freitag: ab 16 Uhr F-Jugend, ab 17.30 Uhr Stützpunkt. Nicht zu vergessen die Punkt- und Pokalspiele oder Turniere am Wochenende, wo ihn junge Co-Trainer unterstützen, sonst wäre es gar nicht zu stemmen. „Ich hab’ nie Langeweile“, sagt der sympathische Sportler und meint bescheiden: „Es gibt da aber auch noch andere.“

Seine Frau unterstütze ihn stark, nimmt ihm viel ab, „wofür ich sehr dankbar bin“. Oberstes Gebot: Jede freie Minute und jeder fußballfreie Tag ist ausschließlich für die Familie reserviert.

Fußball ist für ihn eine wunderbare Sportart. „Es ist für jedes Kind erst mal leicht: Der Ball muss ins Tor. Nicht umsonst ist es bei uns Volkssport Nummer eins“, sagt der Bornaer. Häufig sei es für Steppkes überhaupt der Einstieg in den Sport. Bei den Bambinis gehe es vor allem um Bewegung: Hasche, Staffelform mit und ohne Ball.

Trotz begrenzter Mittel: „Wir versuchen das Beste draus zu machen“

Neben Breitensport setzt sein Verein sehr wohl auf Leistung. Immer mal wieder wechselt ein BSV-Talent nach Leipzig zu RB oder Lok. „Wir versuchen im Verein und im Stützpunkt gute Spieler auszubilden und wenn es für ihre Entwicklung sinnvoll ist, sollen sie in Leipzig spielen“, meint Wagner. Er gehe mit solchen Wechseln entspannt um, freue sich aber auch, wenn nach ein paar Jahren der eine oder andere Sportler den Weg zurück nach Borna findet. „Und wenn der ganz große Sprung gelingt, dann ist es auch super!“

Sicher könnte man noch viel mehr erreichen, „aber unsere Mittel sind eben stark begrenzt“. Trotzdem: „Wir versuchen immer das Beste draus zu machen!“

Gerade jetzt steckt der BSV in finanziellen Nöten, weil er den Diebstahl seiner gesamten Technik im Wert von 20 000 Euro verkraften muss. Wie berichtet, wurden Spindelrasenmäher und drei Rasentraktoren aus dem Sportobjekt Witznitz geklaut. Nun braucht der Verein Ersatz, um ab Frühjahr seinen Rasen gut schneiden zu können und damit den Spielbetrieb abzusichern. Zum Verein gehören 250 Mitglieder, darunter 190 Kinder und Jugendliche, die in 18 Mannschaften spielen. Helfen Sie mit! Unterstützen Sie die Arbeit von Jens Wagner und den Nachwuchstrainern des BSV! Fast 1200 Euro sind schon zusammen.

Große Spendenaktion der LVZ:

Sie möchten für dieses Projekt spenden? Alle Infos erhalten Sie hier!

http://www.lvz.de/Specials/Themenspecials/Sachsen-im-Advent/Spenden/Ein-Licht-im-Advent-So-koennen-Sie-spenden

Weitere Projekte, die Sie im Rahmen der LVZ-Spendenaktion unterstützen können, finden Sie hier!

http://www.lvz.de/Specials/Themenspecials/Sachsen-im-Advent/Spenden

Von Claudia Carell

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