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Borna Jörg Knör macht Buchmesse-Abstecher nach Borna
Region Borna Jörg Knör macht Buchmesse-Abstecher nach Borna
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16:15 17.10.2017
Jörg Knör. Quelle: ©2015detkempke
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Borna

Er saß dort, wo wohl jedes Kind in den 70er Jahren gern gesessen hätte: bei Rudi Carrell „Am Laufenden Band“, in der legendären ARD-Unterhaltungssendung. Im Gegensatz zu jungen DDR-Bürgern vor dem griesligen Westbild aber saß Jörg Knör, seinerzeit 15 Jahre, direkt in der Sendung des holländischen Showmasters. Es war der Beginn einer Karriere, die den Mann vom Jahrgang 1959 zu einem ganz speziellen Entertainer gemacht hat. Am Sonnabend ist er 20 Uhr zu Gast im Bornaer Stadtkulturhaus.

Jörg Knör. Quelle: ©2015detkempke

Wer Jörg Knör einen Stimmenimitator nennt, der beleidigt den Mann, dessen Performance nicht so recht in eine der gängigen Schubladen passen will. Weil er natürlich auch musikalisch präsent ist. Vor allem aber, „weil ich nichts nachspiele“, wie er gegenüber der LVZ sagt. Wenn er in eine Rolle schlüpft, „muss es eine Geschichte geben“. Was nichts anderes heißt, als dass er den dreifachen Wimbledon-Gewinner Boris Becker, den er stimmlich wie etwa 70 andere Personen aus dem öffentlichen Leben drauf hat, jahrelang nicht in seinen Programmen hatte. Jetzt aber, da Bumm-Bumm-Becker durch seine persönliche Schuldenkrise wieder im Licht der Öffentlichkeit steht, ist er für jemanden wie Jörg Knör interessant.

Wobei der Mann, der mit 17 Jahren durch das Vorabendprogramm des WDR führte und später die Jörg-Knör-Show im ZDF moderierte, immer auch nach einem Bezug zu seinem Auftrittsort sucht, wenn er auch in kleineren Städten auf der Bühne steht. Nach Borna kommt er, weil er auch Gast der Leipziger Lachmesse ist – ganz im Sinne der bewährten Tradition „Leipzig lacht – Borna lacht mit“.

Es sind zahlreichen Rollen, in die er schlüpft. Deren Palette reicht von Inge Meysel über Udo Lindenberg und Helmut Kohl bis hin zu Marcel Reich-Ranicki, Dieter Bohlen und Karl Lagerfeld. Hauptsache, der- oder diejenige haben ausreichend sprachliche Eigentümlichkeiten. Denn um im Bühnenkosmos von Jörg Knör aufzutauchen, braucht es eine spezielle Fähigkeit: „Sie müssen das Telefonbuch vorlesen können, und jeder muss sie sofort erkennen.“ Wie das geht, lässt sich am Sonnabend im Stadtkulturhaus erleben.

Von Nikos Natsidis

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